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Abraham war Optimist
Rabbiner William Wolff und seine Gemeinde
Herausgegeben und fotografiert von Manuela Koska-Jäger
176 S., zahlr. Abb., Gb., € 24,90
978-3-942271-15-8
Über ein Jahr lang begleitet Manuela Koska-Jäger den Rabbiner William Wolff mit der Kamera. Ihr gelingt eine einfühlsame und anspruchsvolle Bildreportage über menschliche Wahrheiten und jüdische Identität im heutigen Deutschland, begleitet von Briefen eines Weisen, eines weltoffenen Rabbiners, der mit einzigartigem Charisma beeindruckt, und von Texten eines jungen Juden, der einen Monat nach der deutschen Wiedervereinigung geboren wurde, sowie Portraits Schweriner jüdischer Gemeindemitglieder, die jeweils für sich selbst sprechen. William Wolff ist Landesrabbiner von Mecklenburg-Vorpommern. Er wurde 1927 in Berlin geboren. Als er sechs Jahre alt war, emigrierten seine Eltern mit ihm nach Amsterdam und 1939 nach London. William Wolff arbeitete über 25 Jahre als Journalist . Nach über 68 Jahren kehrte er als Rabbiner nach Deutschland zurück. Manuela Koska-Jäger geboren 1969 in Rüdersdorf bei Berlin, arbeitete nach einer handwerklichen Ausbildung 15 Jahre in der Druck- und Reprografiebranche, bevor sie sich der Fotografie , mit Schwerpunkt Portrait und Reportage , widmete. Sie ist freiberuflich tätig und lebt in Pinnow, bei Schwerin. Ab Ende April wird die Fotoausstellung zum Buch in Schwerin gezeigt und weitere Stationen sind in Planung.


Gerhard Mursinsky
Warum ich nicht Ingenieur geworden bin
Berliner Erinnerungen
Herausgegeben und bearbeitet von Wolfgang Mursinsky und Werner Türk
182 S., 24 Abb., Br., € 14,90
978-3-942271-26-4
Erinnerungen eines hellwachen Urberliners, geboren kurz vor dem Ersten Weltkrieg in Berlin-Kreuzberg. Gerhard Mursinskys Mutter war Jüdin. Er schreibt aus der Sicht eines „Mischlings 1. Grades“, der je länger die Nazidiktatur andauerte, mehr und mehr in das Visier der Verfolgung geriet. Überlebenswillen und Gewitzheit machten es möglich, dass sich Gerhard Mursinsky bis zuletzt dem Zugriff der Nazis entziehen konnte – bis hin zu Flucht und Abtauchen in die Illegalität. Mit dem ihm eigenen trockenen Humor schildert er aber auch die Freuden und Leiden der Jugend in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, schreibt außer Familien- auch Sozial- und Stadtteilgeschichte. Seine Erinnerungen sind persönlich und ohne Larmoyanz.
Gerhard Mursinsky (1914–1997) war u.a. Direktor der sowjetischen Handelsgesellschaft Potsdam, von VVB Verkehr Potsdam und Geschäftsführer der Grieneisen Bestattungen, Berlin.


Paul Cotterell
Bahnt den Weg
Ein historisches Album der Eisenbahn in Israel
Herausgegeben von Martin Frey mit einer Streckenkarte in der Beilage
216 Seiten, 376 Abb., 6 Karten, Gb., € 35,00
978-3-942271-20-2
„Bahnt den Weg“ erzählt die spannende Geschichte der Eisenbahn in Palästina und Israel von 1890 bis heute. Fast 400 Farb- und Schwarz-weißabbildungen von teilweise einmaligem historischen Wert und detaillierte Streckenkarten illustrieren die jeweiligen Zeit- und Bauabschnitte. Ergänzt werden diese um eine einzigartige Karte mit allen Eisenbahnstrecken seit Baubeginn der ersten Strecke Jaffa – Jerusalem im Jahr 1890, sowie mit einer alphabetischen Liste aller biblischen und historischen Orte und Daten entlang der Strecken. „Bahnt den Weg“ ist ein Buch nicht nur für Eisenbahnliebhaber, sondern für alle, die sich für Israel, seine Siedlungsgeschichte, für technische und industrielle Entwicklung interessieren, die die Eisenbahn erst ermöglichte. Den wenigsten deutschsprachigen Lesern dürfte dabei bekannt sein, dass Deutschland von Anfang an eine wichtige Rolle beim Aufbau der Eisenbahn in Palästina und Israel spielte. Auch davon erzählt das Buch.
Paul Cotterell geboren 1944 in England, wurde Israel später Cotterells Wahlheimat. Als begeisterter Eisenbahnliebhaber studierte er die Geschichte der Eisenbahn in Israel und im Mittleren Osten und wurde zu einem anerkannten Experten auf diesem Gebiet. 1984 erschien sein erstes Buch, dem hunderte Artikel und Aufsätze folgten. Er war Mitbegründer des Israelischen Eisenbahnmuseums und arbeitete dort bis zu seinem plötzlichen Tod im Jahr 2007. „Bahnt den Weg“ ist bereits auf Hebräisch und Englisch erschienen und liegt jetzt erstmals vollständig überarbeitet und erweitert auf Deutsch vor.


Dagmar Frings/Jörg Kuhn
Die Borchardts
Auf den Spuren einer Berliner Familie
Mit einem Geleitwort von André Schmitz
152 S., 50 Farb-Abb., Br., € 19,90
978-3-942271-17-2
Hinter der Fassade des Palais Taglioni in der Französischen Straße 32 verbirgt sich die Geschichte der Familie Borchardt, die zugleich ein Spiegel deutscher Geschichte und jüdischen Lebens im Berlin des 19. Jahrhunderts ist. Die Familie Borchardt zieht Ende des 17. Jahrhunderts von Halberstadt nach Pommern und von dort zu Beginn des 19. Jahrhunderts nach Berlin, wo sie zum Christentum konvertiert. Zur Familie gehören Vorsteher der Landesjudenschaft, Fabrikanten, Bankiers, Juristen, Diplomaten, Schriftsteller, ein Maler. Taufe und Assimilation verhindern nicht, dass Familienmitglieder in den nationalsozialistischen Vernichtungslagern ermordet werden. 1996 stirbt das letzte Mitglied dieses Familienzweiges.
Dagmar Frings Diplomverwaltungswirtin, Stadtamtfrau bei der Stadtverwaltung Köln, seit 2005 im Ruhestand. Mitglied im Aufsichtsrat der KölnVorsorge.
Jörg Kuhn Dr. phil., Kunsthistoriker, verfasst seit 1995 Gutachten für die Denkmalpflege und Publikationen zu Architektur und Plastik des 18. bis 20. Jahrhunderts mit den Schwerpunkten Historismus und Sepulkralkultur. Seit 2000 Mitarbeit in einem Architekturbüro in Berlin.

bis 4. April 2011: Gertrude Sandmann-Ausstellung im Haus am Kleistpark, Berlin
Jüdische Miniaturen Bd. 106

Anna Havemann
Gertrude Sandmann
Künstlerin und Frauenrechtlerin
88 S., 19 Abb., Br., € 9,90
978-3-942271-18-9
Gertrude Sandmanns (1893–1981) außergewöhnliche Biographie vereint das Schicksal einer verfolgten Berliner Jüdin mit dem einer politisch aktiven und berufstätigen Künstlerin. Dank der couragierten Hilfe von Freunden überlebt die Schülerin von Käthe Kollwitz die Schoah im Untergrund in Berlin. Auch ihr künstlerisches Werk kann gerettet werden. Jedoch ist sie nach ihrem Tod in Vergessenheit geraten. Die Entdeckung ihres Nachlasses 2008 ermöglicht die postume Würdigung dieser hervorragenden Künstlerin und ihres Werks, das über alle Zeitströmungen hinweg Bestand hat. Durch Verzicht auf Details und laute Töne gelingt es ihr, die Tiefe menschlicher Empfindungen darzustellen. In bewegenden Tagebüchern gibt sie Einblick in ihre Gedanken zu den Themen Krieg, Religion, Juden in der Schoah, Kunst und die Rolle der Frau.  http://www.gertrudesandmann.de
Anna Havemann studierte Kunstgeschichte in New York und wurde 2009 an der Universität Potsdam promoviert. Sie lehrte in Hongkong und New York. Seit 2001 ist sie als Dozentin und Kuratorin in Berlin/Potsdam tätig. Zur Zeit erarbeitet sie das Werkverzeichnis von Gertrude Sandmann und kuratiert die Ausstellung Vom Sehen und Leben – Gertrude Sandmann. Retrospektive einer Künstlerin und Zeitzeugin. Sie hat mehrfach über den emanzipatorischen Kampf von Künstlerinnen publiziert.

Berliner Fenster, 1945

Jüdische Miniaturen Bd. 109

AUFBAU
Sprachrohr. Heimat. Mythos.
Geschichte(n) einer deutsch-jüdischen Zeitung aus New York 1934 bis heute
96 S., 35 Abb., Br., € 9,90
978-3-942271-19-6
Der Aufbau, 1934 in New York als Clubzeitung deutsch-jüdischer Emigranten gegründet, avanciert während des Zweiten Weltkrieges vom Vereinsblatt zum Sprachrohr einer ganzen Generation deutschsprachiger Emigranten in den USA. Als eine Zeitung, die zugleich Platz für Wohnungsanzeigen, Tipps für den Neuanfang und literarisch-kulturelle Debatten bietet, ist sie für viele Flüchtlinge ein letztes Stückchen Heimat und erste Anlaufstelle in der Fremde. Heute wird „unser aller Tagebuch“, dessen Mythos auch schwierige Zeiten überdauerte, mit neuem Gesicht und neuem Ansatz in Zürich herausgegeben. Aus dem Inhalt: Eine kleine Geschichte des Aufbau – Chefredakteure und Mitarbeiter des Aufbau – prominente Kolumnisten und Gastautoren – der Mythos Aufbau – Aktionen und Spendenaufrufe des Aufbau – Leserschaft und Verbreitung des Aufbau – die (Such-)Anzeigen im Aufbau – Exil- oder (E-)Migrantenzeitung? – der Aufbau einst und heute
Unter der Leitung von Elke-Vera Kotowski sind Berliner und Potsdamer Studierende den Spuren des Aufbau bis in die Gegenwart gefolgt und fanden mehr als eine Geschichte dieses über 75jährigen Zeit(ungs)zeugens.

Jüdische Miniaturen Bd. 110

Christian Dirks / Axel Klausmeier / Gerhard Sälter
„Verschüttet“
Leben, Bombentod und Erinnerung an die Berliner Familie Jaschkowitz
Mitherausgegeben von der Gedenkstätte Berliner Mauer
88 S., 6 Abb., Br., € 8,90
978-3-942271-24-0
Warum werden im Dezember 1943 zwei Juden auf einem evangelischen Friedhof bestattet? Max und David Jaschkowitz sterben am 23. November bei einem Luftangriff. Neben ihnen werden auch Clara und Margarete Jaschkowitz auf dem Kirchhof der Sophien-Gemeinde an der Bergstraße in Berlin-Mitte beigesetzt. Wer waren diese beiden jüdischen Männer und die zwei – nichtjüdischen – Frauen? In welchem Verwandtschaftsverhältnis standen sie zueinander? Warum konnten sie Ende des Jahres 1943, als bereits zehntausende Berliner Juden deportiert und umgebracht worden waren, überhaupt noch in der damaligen Reichshauptstadt leben? Und warum wurden sie – im Totenbuch als Juden kenntlich – auf dem evangelischen Friedhof der Sophien-Gemeinde bestattet? Christian Dirks begibt sich auf die Spuren der Familie Jaschkowitz, deren Gräber nach dem Mauerbau 1961 auf dem „Todesstreifen“ zwischen Ost und West an der Bernauer Straße lagen. Sie stehen symbolisch für die deutsche Zeitgeschichte, die sich schichtenweise an diesem Ort überlagert. Axel Klausmeier und Gerhard Sälter von der Gedenkstätte Berliner Mauer beschreiben den schwierigen Umgang mit der doppelten Erinnerung an diesem historischen Ort.
Christian Dirks promovierter Historiker und Ausstellungsmacher, geschäftsführender Gesellschafter von BERGZWO communication+concepts, Berlin, Kurator der Ausstellungen des Centrum Judaicum relativ jüdisch. Albert Einstein – Jude, Zionist, Nonkonformist (2005) und …auf dem Dienstweg. Die Verfolgung von Beamten, Angestellten und Arbeitern der Stadt Berlin 1933 bis 1945 (2010).
Jüdische Miniaturen Bd. 80

Zum 90. Geburtstag am 27. März 2010

Hartmut Bomhoff
Ernst Ludwig Ehrlich
Ein Leben für Dialog und Erneuerung
80 S., 12 Abb., Br., € 8,90
978-3-942271-11-0
Die Lebensgeschichte des Historikers und Judaisten Ernst Ludwig Ehrlich (1921–2007) umfasst die Erfahrung von Verfolgung und Wiederaufbau des europäischen Judentums im 20. Jahrhundert. Der gebürtige Berliner studiert von 1940 bis 1942 bei Rabbiner Leo Baeck an der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums. Nach Schließung der Hochschule durch die Nazis, Zwangsarbeit und Leben im Untergrund gelingt Ernst Ludwig Ehrlich 1943 die Flucht in die Schweiz, wo er nach der Schoah zu einem der Wortführer im jüdischchristlichen Dialog wird, u.a. als Berater von Kardinal Bea während des Zweiten Vatikanischen Konzils. Der überzeugte Europäer engagiert sich für die Konsolidierung des liberalen Judentums in Deutschland und widmet sich nach 1989 der Erneuerung jüdischen Lebens auch in Mittel- und Osteuropa.
Hartmut Bomhoff studierte in Göttingen und Berlin Neue Geschichte, Kunst- und Literaturwissenschaft sowie Holocaust Communication. Er ist Mitarbeiter des Abraham Geiger Kollegs an der Universität Potsdam und Redakteur von Kescher. Informationen über liberales Judentum im deutschsprachigen Raum. Bei Hentrich & Hentrich ist von ihm erschienen: Abraham Geiger. Durch Wissen zum Glauben (978-3-938485-27-9) und Israel Jacobson. Wegbereiter jüdischer Emanzipation (978-3-942271-03-5).

Jüdische Miniaturen Bd. 105

Peter Reinicke
Die Geschichte der Krankenhausfürsorge für jüdische Patienten
64 S., 12 Abb., Br., € 6,90
978-3-942271-13-4
In Deutschland wird 1895 erstmals in der Berliner Charité Krankenhausfürsorge angeboten. Lina Basch, eine Jüdin, Mitglied der Mädchen- und Frauengruppen für soziale Hilfsarbeit, sieht in der Betreuung von Patienten eine Möglichkeit, ihnen persönliche Hilfe bei den oft langen Aufenthalten anzubieten. Unterstützung erfährt diese Arbeit durch Elsa Strauß. Ihre in den USA gewonnenen Erkenntnisse führen 1913 dazu, die Fürsorge zu einem modernen psycho-sozialen Betreuungsbereich im Krankenhaus und für die Vorbereitung der Entlassung auszubauen. Ab 1914 wird sie vom Jüdischen Krankenhaus angeboten, ab 1927 mit einer hauptamtlichen Sozialarbeiterin. Unterstützt wird die Arbeit durch Mitglieder des Jüdischen Frauenbundes und dem Bund der jüdischen Kranken- und Pflegeanstalten Deutschlands. Der Verband diskutiert erstmals in Deutschland über dieses Aufgabengebiet, stellt Richtlinien für die Betreuung jüdischer Patienten auf und unterstützt den Ausbau. Berichte über die Tätigkeit der Krankenhausfürsorge ergänzen diese Arbeit.
Peter Reinicke geboren 1938 in Erfurt. Diplom-Sozialarbeiter/-Sozialpädagoge. Diplompädagoge, Dr. phil. TU Berlin. 1979 Professor Evangelische Hochschule Berlin, em. Beschäftigt sich mit Themen der Sozialarbeit, insbesondere Sozialarbeit im Gesundheitswesen und Geschichte der Sozialarbeit. Ehrenmitglied der Deutschen Vereinigung für Sozialarbeit im Gesundheitswesen.
Jüdische Miniaturen Bd. 107


Günter Regneri
Salomon Neumann
Sozialmediziner – Statistiker – Stadtverordneter
64 S., 14 Abb., Br., € 6,90
978-3-942271-22-6
Salomon Neumann (1819–1908) gilt als Wegbereiter der sozialen Medizinalstatistik und prägte den Satz „Die Medizin ist eine soziale Wissenschaft“. Neumann lässt sich 1845 in Berlin als Arzt und Geburtshelfer nieder. Demokratisch gesinnt, engagiert er sich bald in der preußischen Medizinalreformbewegung. Zwischen 1859 und 1905 gehört Neumann der Berliner Stadtverordnetenversammlung an. 1861 und 1864 organisiert er die Berliner Volkszählungen. Die dabei gesammelten sozialpolitischen Daten nutzt er als Stadtverordneter zur Verbesserung der sozialen und hygienischen Verhältnisse Berlins. Eine von ihm gegründete Stiftung zur Förderung der Wissenschaft des Judentums wird 1940 von den Nationalsozialisten aufgelöst.
Günter Regneri geboren 1963 in Wuppertal, Erstausbildung zum Elektroniker, 1991 bis 1998 Studium der Geschichte, Soziologie und Germanistik in Berlin und London. Langjährige Tätigkeit im Informationsmanagement und der politischen Bildungsarbeit. Seit 2005 Gewerkschaftssekretär. Vorstandsmitglied des Förderkreises „Dokumentation der Arbeiterjugendbewegung“.
Jüdische Miniaturen Bd.  108


York-Egbert König /Christina Prauss/Renate Tobies
Margarete Kahn und Klara Löbenstein
Mathematikerinnen – Studienrätinnen – Freundinnen
80 S., 24 Abb., Br., € 8,90
978-3-942271-23-3
Margarete Kahn (1880–1942) und Klara Löbenstein (1883–? ) gehören zu einer kleinen Elite junger Frauen, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts das Abitur extern an Knabenschulen ablegen. Danach studieren sie in Berlin und Göttingen – zunächst als Hörerinnen, weil das Land Preußen Frauen erst zum Wintersemester 1908/09 das reguläre Studium gewährt. Die AutorInnen zeichnen die Wege dieser beiden Pionierinnen des Frauenstudiums nach, die bei einem der bedeutendsten Mathematiker, David Hilbert, zeitgleich zur Doktorwürde streben. Sie rekonstruieren ihre herausragenden Leistungen, berichten über die Hürden, die Gegner des Frauenstudiums errichteten, über ihre Tätigkeit als Studienrätinnen im preußischen Schuldienst, sowie über das Ende ihrer Karrieren und das Schicksal ihrer Familien im Nationalsozialismus.
York-Egbert König geboren 1949 in Eschwege; Studium an der Universität Göttingen; tätig im Stadtarchiv und Stadtmuseum Eschwege; Autor zahlreicher Veröffentlichungen zur hessischen und thüringischen Regionalgeschichte.
Christina Prauss geboren 1954 in Heide/Holstein; Studium an der Universität Göttingen; lebt als Publizistin in Berlin; Veröffentlichungen auf dem Gebiet des Buchwesens und zur Niedersächsischen Regionalgeschichte.
Renate Tobies geboren 1947 in Horburg; Mathematik- und Naturwissenschaftshistorikerin; zahlreiche Gastprofessuren, aktuell an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena.

„So viel Aufbruch war nie…“
Neue Synagogen und jüdische Gemeinden im Ruhrgebiet.
Chancen für Integration und Dialog
Herausgegeben von Manfred Keller
160 S., 60 Abb., Gb., € 19,90
978-3-942271-21-9
Duisburg, Gelsenkirchen, Bochum – in den letzten zehn Jahren sind hier und an anderen Orten des Ruhrgebiets neue Synagogen gebaut worden. Das Revier ist heute bundesweit die Region mit den meisten jüdischen Gemeinden. Durch die Zuwanderung jüdischer Kontingentflüchtlinge aus der ehemaligen Sowjetunion ist die Mitgliederzahl in den Gemeinden Nordrhein-Westfalens von 5.000 auf 30.000 gestiegen. Der historische Umbruch bedeutet für die jüdische Gemeinschaft Segen und Herausforderung zugleich. Anlass genug, die Jahrestagung 2010 des Evangelischen Forums Westfalen unter das Motto „So viel Aufbruch war nie…“ zu stellen und zu fragen: Wer sind die Zuwanderer? Wie fördern die neuen Synagogen das religiöse und kulturelle Leben von Juden und Nichtjuden? Welche Chancen ergeben sich unter den gewandelten Bedingungen für soziale Integration und interreligiösen Dialog?
Aus dem Inhalt:
Prof. Alfred Jacoby, Architekt, Frankfurt/M., Offenbach: Architektur ist (m)ein Zuhause – heute in Deutschland Synagogen bauen
Günther Bernd Ginzel, Journalist, Köln: Zur Situation der jüdischen Gemeinden heute
Dr. Svetlana Jebrak, Historikerin, Düsseldorf: Angekommen?! – Lebenswege jüdischer Einwanderer im Ruhrgebiet
Prof. Dr. Klaus Wengst, Theologe, Bochum: „Biblische Ökumene“? – Perspektiven des jüdisch-christlichen Gesprächs

Jüdische Miniaturen 44

Hermann Simon unter Mitarbeit von Daniela Gauding
Die Neue Synagoge Berlin
„… zum Ruhme Gottes und zur Zierde der Stadt“
120 S., 23 Abb., Br., € 9,90
978-3-942271-25-7
Am 5. September 1866 (25. Elul 5626) fand die feierliche Einweihung der Neuen Synagoge in der Oranienburger Straße statt, einem durch orientalische Vorbilder angeregten prächtigen Bau, in dessen Nähe sich bald das gesamte Spektrum jüdischen Lebens in Berlin entwickelt. Dieses Buch gibt einen Einblick in die Entstehungsgeschichte dieses Gotteshauses, den religiösen Alltag seiner Beter, und wie es nach 1933 nicht mehr nur ein Haus der Versammlung ist, sondern auch zur Heimat der Verfolgten wird. Nach der Befreiung bleibt die Ruine von der Öffentlichkeit weitgehend unbeachtet, bis 1988 die Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum ihre Teilrekonstruktion beginnt. Seit 1995 gehören die Kuppeln der Synagoge wieder zur Zierde der wiedervereinigten deutschen Hauptstadt und stehen ihre Tore allen Besuchern offen.
Hermann Simon geboren 1949 in Berlin. Abitur an altsprachlich betonter Schule, Studium an der Humboldt-Universität zu Berlin: Geschichte und Orientalia, anschließend Graduiertenstudium in Prag zur Spezialisierung auf Orientnumismatik. Dr. phil. Arbeit auf diesem Gebiet an den Staatlichen Museen zu Berlin. Seit 1988 Direktor der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum.
Daniela Gauding Studium der Hebraistik /Israelwissenschaft, Geschichte und Politik in Berlin und Jerusalem. Seit 2003 für die Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum tätig.

Jüdische Miniaturen Bd. 3

Chana Schütz
Max Liebermann
Impressionistischer Maler, Gründer der Berliner Secession
3. Auflage
64 S., 15 Abb., Br., € 6,90
978-3-942271-14-1
Der Maler Max Liebermann (1847-1935) war eine der zentralen Persönlichkeiten in der deutschen Kunst der Kaiserzeit und der Weimarer Republik. Er war der führende Kopf jener Berliner Secession, deren Anhänger zum Ende des 19. Jahrhunderts neue Wege in der Kunst betraten und auf diese Weise Berlin zu einem Schauplatz der Moderne machten. In der Weimarer Republik verkörperte er wie kein anderer das künstlerische und geistige Establishment. In den Jahren 1920-1932 amtierte er als Präsident der Preußischen Akademie der Künste. Zeitlebens war er stolz darauf, aus einer erfolgreichen jüdischen Kaufmannsfamilie zu stammen.

Jüdische Miniaturen Bd. 70

Deborah und Hermann Simon
Jüdische Familienrezepte
Ein Kochbuch mit Vignetten von Ingrid Kühnert
2. Auflage
56 S., Br.,  € 5,90
978-3-942271-16-5
Immanenter Bestandteil jüdischen Lebens, ein verbindendes Element des Judentums, das über Jahrtausende beibehalten wurde und zur Einheit der Judenheit beitrug, ist das Befolgen der Speisegesetze. Auch viele Juden, die sich selbst nicht zum orthodoxen Spektrum zählen oder seit langem mit der Tradition gebrochen haben, beachten bestimmte Grundsätze. Doch: koscher allein reicht nicht - es soll auch schmecken. Dem jüdischen Festkalender folgend, haben die Autoren Rezepte der jüdischen Küche zusammengestellt, so wie sie in ihren Familien überliefert sind und sich bewährt haben.
Kinderbuch:


Eva Lezzi / Anna Adam
Beni, Oma und ihr Geheimnis
32 S., 12 Ill., Gb., € 17,90
978-3-942271-07-3
Der achtjährige Beni verbringt ein Wochenende bei seinen Großeltern und feiert mit ihnen Shabbat. Bei Oma und Opa darf Beni alles: eine Rennbahn im Wohnzimmer bauen, Skateboard fahren, Kakao mit Sahne trinken, alten Geschichten lauschen – und sich manchmal auch etwas über die Eigenheiten seiner Großeltern wundern. Beide Großeltern haben die Shoah überlebt und einen jeweils eigenen Umgang mit der Vergangenheit gefunden. Dabei teilen Beni und seine Oma ein Geheimnis, das niemand erfahren wird, nicht einmal Benis Mutter. Die Geschichte handelt vom Erinnern und Vergessen, von Ordnung und Chaos, vom jüdischem Leben im heutigen Deutschland und vom nicht immer einfachen, jedoch liebevollen Miteinander der Generationen. Illustriert wird die Erzählung von den fantasievollen und lebendigen 3-D-Collagen der Künstlerin Anna Adam.
Eine unbeschwerte und witzig-freche, aber auch nachdenkliche und geheimnisvolle Geschichte für alle ab 6.
Im 200. Jahr der Unabhängigkeit Argentiniens und 100 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung erstmals auf Deutsch


Alberto Gerchunoff
Jüdische Gauchos
Mit einem Gespräch mit Jorge Luis Borges
Herausgegeben von Liliana Ruth Feierstein
Aus dem argentinischen Spanisch von Stefan Degenkolbe
192 S., Br., € 17,90
978-3-942271-08-0
JÜDISCHE GAUCHOS (1910) ist der Gründungstext der jüdisch-lateinamerikanischen Literatur und ein großes episches Werk voller Weisheit und Witz. Mit seinen Erzählungen über die Anfänge der jüdischen Kolonien Argentiniens dokumentiert Alberto Gerchunoff (1884-1950) eine Bewegung, die ihre jüdischen Wurzeln mit der Wiederentdeckung der historischen Lebensform als Bauern- und Hirtenkultur zurückgewinnen wollte. In den jüdischen Kolonien entstand eine eigenständige Literatur, aus der bis heute fünf Generationen jüdisch-argentinischer Schriftsteller hervorgegangen sind, deren Werke in Europa bisher nahezu unbekannt sind.


Simon Geissbühler
Spuren, die vergehen
Auf der Suche nach dem jüdischen Sathmar/ Satu Mare
104 S., zahlr. Abb., Gb., € 17,90
978-3-942271-00-4
Dieses reich bebilderte Buch dokumentiert die Suche nach den Spuren der jüdischen Präsenz in Sathmar/Satu Mare im Nordwesten des heutigen Rumäniens. 1944 wurde das Sathmarer Judentum im Holocaust fast vollständig ausgelöscht. Spuren, die vergehen, meist zerfallene Friedhöfe und heruntergekommene Synagogen, zeugen als vergessene Mahnmäler vom vielfältigen jüdischen Sein in der Region. Bei seinen (Wieder-)Entdeckungsreisen interessiert sich der Autor nicht nur für den verlorenen jüdischen Mikrokosmos von Sathmar. Er diskutiert auch die Geschichte der rumänischen Juden im 20. Jahrhundert, den Holocaust in Rumänien, die bis heute weitgehend fehlende Erinnerungskultur und das Verdrängen und Vergessen des jüdischen Lebens in einem Land, das bis zum Zweiten Weltkrieg eine der größten jüdischen Gemeinschaften der Welt beherbergte. So legt der Autor einfühlsam einen neuen Erinnerungspfad und lässt eine längst untergegangene Welt auferstehen.

Jüdische Miniaturen Bd. 99

Wolfgang Pauly
Martin Buber
Ein Leben im Dialog
88 S., Br., € 8,90
978-3-942271-09-7
In Leben und Werk erweist sich Martin Buber (1878–1965) als Philosoph des Dialogs. An allen Lebensstationen, von Wien über Lemberg und Heppenheim bis nach Jerusalem, zeigt er hohe Sensibilität für politische und gesellschaftliche Verwerfungen. Sein Werk umfasst unterschiedlichste Dimensionen des geschichtlichen und aktuellen Judentums: Zusammen mit Franz Rosenzweig übersetzt er die Heilige Schrift (Tanach), in Galizien entdeckt er für sich das osteuropäische Judentum und den Chassidismus, sein Menschenbild prägt die Schriften zur Pädagogik und seine konkrete Erziehungsarbeit. Zentral bei allem ist dabei seine dialogische Philosophie, die Existenzphilosophie sowie die moderne Sprachwissenschaft aufnimmt und weiterentwickelt. Ein Leben und Werk auf dem Weg zu einem umfassenden Humanismus.


Jüdische Miniaturen Bd. 103

Dieter G. Maier
Ignaz Jastrow
Sozialliberal in Wissenschaft und Politik
80 S., Br., € 8,90
978-3-942271-06-6
Sozialliberal war seine Devise, und so lebte und wirkte Ignaz Jastrow (1856–1937) als kritischer Bürger und Patriot, als Historiker, Staatswissenschaftler, Nationalökonom, Verwal tungsfachmann, Jurist sowie als fortschrittlicher Sozialpolitiker. Am 13. September 1856 in Nakel (heute Naklo nad Notecia/ Polen) geboren, studierte Jastrow Geschichte und Philosophie in Breslau und Berlin und promovierte Zur strafrechtlichen Stellung der Sklaven bei Deutschen und Angelsachsen. Ab 1885 lehrte er als Privatdozent und ab 1905 als unbesoldeter außerordentlicher Professor. Trotz seiner Verdienste wurde er aus politischen Gründen und wegen seines Jüdischseins bis zum Ende des Kaiserreiches nicht zum ordentlichen Professor berufen. Jastrow legte Missstände und antidemokratische Maßnahmen in Staat und Gesellschaft offen und nahm dabei bewusst persönliche Nachteile, sogar Straf- und Disziplinarverfahren in Kauf. Er förderte die Emanzipation der Frau und prägte als anerkannter Pädagoge über fünf Jahrzehnte den wissenschaftlichen Nachwuchs Deutschlands. In Charlottenburg fungierte er als Stadtverordneter, Stadtrat und Bürgerdeputierter. Jastrow war zudem Begründer, Herausgeber sowie Redakteur zahlreicher renommierter Fachzeitschriften. Von besonderer Bedeutung sind bis heute seine Vorarbeiten zur Arbeitsmarktbeobachtung und -politik geblieben.

Jüdische Miniaturen Bd. 100

Stephan J. Kramer
Wagnis Zukunft
60 Jahre Zentralrat der Juden in Deutschland
80 S., 17 Abb., Br., € 8,90
978-3-942271-10-3
60 Jahre nach Gründung des Zentralrats der Juden in Deutsch land am 19. Juli 1950 zieht dieses Buch eine historische und gesellschaftliche Zwischenbilanz. Gleichzeitig zeichnet es einen Bewusstseinswandel nach, der sich im Laufe der deutschen Nachkriegsgeschichte innerhalb der jüdischen Gemeinschaft hinsichtlich der Dauerhaftigkeit jüdischen Lebens vollzogen hat. Der historische Bogen reicht dabei vom Flüchtlingsdasein, dem Aufbau der Gemeinden und dem Leben „auf gepackten Koffern“ bis zum Entschluss zum Bleiben und der Errichtung einer neuen Infrastruktur. Damit einhergehend haben sich auch die Aufgaben des Zentralrats gewandelt, insbesondere in seiner Funktion als Vertreter der jüdischen Gemeinschaft seit der Wiedervereinigung. Behandelt werden auch die heutige Stellung des Zentralrats als „Moralinstanz“, im interreligiösen Dialog, bei der Integrationsfrage und im Dialog mit der Politik. Anekdotenhaft erzählte Begebenheiten beleuchten schlaglichtartig und durchaus unterhaltsam, mit welchen Problemen und Herausforderungen der Zentralrat zu kämpfen hatte und hat und wie er sie bewältigt.

Jüdische Miniaturen Bd. 101: 200 JAHRE REFORMJUDENTUM

Hartmut Bomhoff
Israel Jacobson
Wegbereiter jüdischer Emanzipation
88 S., Br., € 8,90
978-3-942271-03-5
Der Unternehmer Israel Jacobson (Halberstadt 1768 – Berlin 1828), begann seine Karriere als braunschweigischer Kammeragent und gehörte als Landrabbiner des Weserdistrikts und als Präsident des Königlich Westphälischen Konsistoriums der Israeliten zu den Begründern des liberalen Judentums. Er erneuerte das jüdische Schulwesen, errichtete 1810 in Seesen die weltweit erste Reformsynagoge und führte 1815 in Berlin liberale Gottesdienste ein. Der Rittergutsbesitzer war auch ein Wegbereiter der jüdischen Emanzipation in Deutschland. Stendhal schrieb über ihn „Von allen meinen Braunschweiger Bekannten hat nur einer wirklich Geist, nämlich Jacobsohn“, während Goethe ihn als „Juden-Heiland aus Braunschweig“ abtat. Jacobsons Ziel war Zeit seines Lebens „der gemeinschaftliche Fortschritt zum Besseren“.

Jüdische Miniaturen Bd. 31, 2., aktualisierte Auflage

Norbert Haase
Die Synagoge zu Görlitz
64 S., Br., € 5,90
978-3-942271-02-8
Die Neue Synagoge zu Görlitz in der Otto-Müller-Straße ist der einzige erhalten gebliebene jüdische Sakralbau im Freistaat Sachsen, der die Pogromnacht des November 1938 überstanden hat. Sie wurde nach Plänen der Dresdner Architekten Lossow & Kühne unter Beteiligung des Glasmalers Josef Goller errichtet. Das 33 Meter hohe Jugendstilgebäude gehörte zu den ersten in Stahlbetonweise errichteten Bauten in Deutschland. Nach dem Zweiten Weltkrieg als Kulturdenkmal nur notdürftig gesichert, erfuhr sie seit den 80er Jahren, zunächst in der DDR, später in der Bundesrepublik zunehmende Beachtung. Mit einer ökumenischen Gedenkfeier zum 70. Jahrestag der nationalsozialistischen Pogromnacht wurde die Synagoge in Görlitz 2008 als Kultur- und Begegnungs - zentrum wiedereröffnet.

Jüdische Miniaturen Bd. 104

Lorenz Peter Johannsen
Erich Aschenheim, Albert Eckstein, Julius Weyl
Jüdische Pädiater im Vorstand der Vereinigung Rheinisch-Westfälischer Kinderärzte
96 S., Br., € 9,90
978-3-942271-05-9
Die Lebensgeschichten dreier jüdischer Kinderärzte berühren sich im Vorstand der Vereinigung Rheinisch-Westfälischer Kinderärzte, wo sie in den Jahren 1931 bis 1933 gleichzeitig im Vorstand tätig waren, bevor sie gezwungen wurden, von ihren Ämtern zurückzutreten. Sie verlieren ihre berufliche Existenz. Ihren weiteren Lebensweg teilen sie mit fast allen aus Deutschland stammenden jüdischen Ärzten im Nationalsozialismus: Der selbst gewählte Tod (Erich Aschenheim), die Emigration (Albert Eckstein), der Tod im Konzentrationslager (Julius Weyl). Diese Schrift erinnert an drei hoch verdiente Pädiater, die sich über ihre ärztlichen Aufgaben hinaus für die mit der Kindermedizin untrennbar verbundenen sozialen Belange von Kindern und Familien einsetzten. Die Bereitschaft einer medizinischen Fachgesellschaft, bei der Ausgrenzung und Entrechtung jüdischer Kolleginnen und Kollegen mitzuwirken sowie die Verleugnung nach der NS-Zeit sind weitere Themen dieses Bandes.

Jüdische Miniaturen Bd. 102

Jens Thiel
Paul Abraham
Rechtshistoriker an der Preußischen Akademie der Wissenschaften
72 S., 17 Abb., Br., € 6,90
978-3-942271-04-2
Paul Abraham (1886–1943) wuchs als Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie in Berlin auf. Als Rechtshistoriker widmete er sein gesamtes Arbeitsleben fast ausschließlich einem der renommierten Langzeitprojekte der Preußischen Akademie der Wissenschaften: dem Wörterbuch der Römischen Rechtssprache. Fast dreißig Jahre lang arbeitete er als „Kärrner“ im Schatten der prominenten Herausgeber dieses rechtshistorischen Standardwerkes an der Berliner Akademie. Auf Grund seiner jüdischen Herkunft musste er 1939 seine wissenschaftliche Tätigkeit dort endgültig aufgeben. In den letzten ihm verbleibenden Jahren schlug er sich als Gelegenheits- und Zwangsarbeiter durch. 1943 wurde er von Berlin aus in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert, wo er ums Leben kam. Sein Schicksal geriet in Vergessenheit.

Jetzt mit neuem Preis:

Judith Kessler/Lara Dämmig
JÜDISCHES IM GRÜNEN
Ausflugsziele zu Orten mit jüdischer Geschichte
im Berliner Umland und in Brandenburg
160 S., 230 Abb., Br., € 12,90
978-3-938485-61-3
In der Umgebung Berlins gibt es viele Orte, in denen Jahrhunderte lang, bis zum Nationalsozialismus, Juden lebten - Orte, die eine jüdische Geschichte haben und in denen es noch heute Spuren jüdischen Lebens und des einstigen Nebeneinanders von Juden und Christen zu entdecken gibt. Mit diesem Wegweiser soll angeregt werden, einige dieser Plätze, die mit der S- oder Regionalbahn, mit dem Fahrrad oder dem Auto bequem zu erreichen sind, zu erkunden. Hier findet man die Hirsch' sche Messingwerksiedlung in Eberswalde, Einsteins Sommerhaus in Caputh, den idyllischen Friedhof von Müncheberg, die frühere Synagoge in Groß-Neuendorf, Erich Mendelsohns berühmte Luckenwalder Hutfabrik oder den mittelalterlichen Judenfriedhof in Perleberg. Außerdem enthalten: Überblick zur Geschichte der Juden in Brandenburg und ein Exkurs über die Symbolik auf jüdischen Grabsteinen.
INHALT:
Juden in Brandenburg
Bad Freienwalde
Beelitz
Beeskow
Brandenburg an der Havel
Caputh
Eberswalde
Groß Neuendorf
Grünau
Guben
Luckenwalde
Müncheberg
Oranienburg/Lehnitz
Perleberg
Potsdam/Babelsberg
Schwedt/Vierraden
Spandau
Stahnsdorf (Südwestfriedhof)
Steckeisdorf (Rathenow)
Storkow
Wriezen
Zehdenick
Symbole auf jüdischen Grabsteinen
Glossar
Ortsregister
Weitere Literatur


Paselk, Mathias:
Sagen und Geschichten der Stadt Brandenburg.
Mit 22 Illustrationen von Jan Beumelburg.
2.Aufl. , Quer-Format. 80 S. Pappeinband. € 14,50
978-3-933471-02-4
Erscheinungstermin der Neuauflage unbestimmt

Jüdische Miniaturen 40

Grimm, Ulrich:
Simon Kremser
Ein Name wird zur fahrenden Legende
64 S. Kartoniert, € 5,90
978-3-938485-28-6 ET unbestimmt
Von dem Berliner Fuhrunternehmer Simon Kremser (1775-1851) wurde 1825 ein gut gefederter, offener Pferdewagen eingeführt, der 10 bis 20 Personen befördern konnte. Er revolutionierte den Personennahverkehr. Noch heute begegnet man „Kremsern".

JÜDISCHE MINIATUREN     Band  86

E.-M. Thimme
ARTHUR SPANIER
Ein Gelehrter der Berliner Staatsbibliothek
ca. 72 S., Br.,  € 6,90
978-3-941450-04-2  ET unbestimmt
Arthur Spanier (1889-1944) lehrte ab 1919 an der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums. 1942 wurde er in seinem Exil in Amsterdam nach Bergen-Belsen deportiert und kam ums Leben.
JÜDISCHE MINIATUREN     Band  80


Hartmut Bomhoff
ERNST LUDWIG EHRLICH
Ein Leben für Dialog und Erneuerung
72 S., Br.,  € 6,90
978-3-938485-94-1
Die Lebensgeschichte des Historikers und Judaisten Ernst Ludwig Ehrlich (1921-2007) umfaßt die Erfahrung von Verfolgung und Wiederaufbau des europäischen Judentums im 20. Jahrhundert. Er studierte bei Rabbiner Leo Baeck an der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums. 1943 gelang ihm die Flucht in die Schweiz. 1962-1965 war er jüdischer Berater von Kardinal Augustin Bea. Nach 1989 widmete er sich der Erneuerung jüdischen Lebens in Mittel- und Osteuropa.
Jüdische Miniaturen Bd. 91


Dieter Hoffmann
Leopold Koppel (1854-1933)
Bankier, Philantrop, Wissenschaftsmäzen
64 S., 10 Abb., Br.,  €  5,90
978-3-941450-15-8 ET unbestimmt
„Es dürfte wenige Personen in Berlin geben, die in den letzten 20 Jahren so viel Geld verdient haben wie Leopold Koppel“, stellt ein Bericht aus dem Jahre 1913 fest. Als einer der reichsten Männer Deutschlands finanzierte Koppel nicht nur verschiedene Industrieunternehmen, wie z.B. die Deutsche Gasglühlicht A.G. (Auergesellschaft), sondern machte sich insbesondere als bedeutender Mäzen einen Namen. Nachdem er sich zunächst
im sozialen Bereich engagierte, verlagerte sich sein Mäzenatentum später mehr und mehr auf das Gebiet der Wissenschaftsförderung. Seine Koppelstiftung förderte die Pflege der geistigen Beziehung Deutschlands zum Ausland und den Professorenaustausch mit den USA. Noch bedeutsamer wurde sein finanzielles Engagement bei der Gründung der
Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft, wo er u.a. die Einrichtung und den Betrieb des Instituts für physikalische Chemie und Elektrochemie mit seinem Direktor Fritz Haber ermöglichte. Dass 1914 Albert Einstein als „bezahltes Genie“ für Berlin gewonnen werden konnte, ist nicht zuletzt dem Engagement Koppels zu verdanken. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten galten solche Verdienste nichts mehr: Unmittelbar vor seinem Tod wurde Koppel aus allen Gremien der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft ausgeschlossen.
 Dieter Hoffmann, geboren 1948, Studium der Physik an der Humboldt-Universität Berlin, Promotion und 1989 Habilitation auf dem Gebiet der Wissenschaftsgeschichte. Seit 1995 Mitarbeiter des Max-Planck-Instituts für Wissenschaftsgeschichte und seit 2004 apl. Professor der Humboldt-Universität zu Berlin. Publikationen zur Physik- und Wissenschaftsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, u.a. Albert Einstein (Hentrich & Hentrich 2005).

Jüdische Miniaturen Bd. 98

Horst Helas
Die Grenadierstraße im Berliner Scheunenviertel
Ein Getto mit offenen Toren
128 Seiten, 24 Abb., Br., € 12,90
978-3-941450-21-9
Ein Getto mit offenen Toren dokumentiert den Mikrokosmos einer Straße im Zentrum Berlins und deren städtebaulichen und sozialen Wandel seit 1871. Die unweit des Alexanderplatzes gelegene Grenadierstraße war im Deutschen Kaiserreich und in der Weimarer Republik Ankunftsort von Juden aus ganz Osteuropa, bevor sie in andere Stadtteile Berlins oder in andere Länder Europas zogen. Anhand der Biographien von fünf Familien wird das Leben der jüdischen Bewohner dieser Straße bis in die 30er Jahre des vorigen Jahrhunderts nachgezeichnet. Ein Überlebender der Schoa prägte die Bezeichnung Getto mit offenen Toren. Berliner und Berlin-Besucher werden mit diesem Büchlein angeregt, die heute sehr ruhige Straße zu Fuß zu erkunden und deren wechselvoller Geschichte und dem Schicksal ihrer Bewohner jenseits des Sichtbaren nachzuspüren.
Horst Helas, geboren 1946 in Leipzig, 1989 Promotion zum Dr. phil., Forschungen zur Sozial- und Politikgeschichte der Weimarer Republik sowie zur Geschichte der Juden in Berlin, zur Entwicklung des Berliner Stadtteils Spandauer Vorstadt und zur Preußischen Militärgeschichte. Mitarbeit an mehreren Ausstellungen. Publikationen u.a.: Das Scheunenviertel. Spuren eines verlorenen Berlins, Scheunenviertel Berlin. Ein Stadtteilführer, Juden in Berlin-Mitte. Biografien – Orte – Begegnungen.
JÜDISCHE MINIATUREN     Band  86


Walter Homolka
JESUS von Nazareth
Im Spiegel jüdischer Forschung
2., erweiterte und ergänzte Auflage
136 S., Br., € 12,90
978-3-942271-01-1
Jesu Wahrnehmung im Judentum war vielgestaltig. Rabbiner Walter Homolka zeichnet eine Geschichte von Abgrenzung und Auseinandersetzung. Im 19. Jahrhundert führte die "Heimholung Jesu" ins Judentum zu einer heute selbstbewussten Position. War Jesus aus jüdischer Sicht Pharisäer und Schriftgelehrter? Vielleicht. War er bedeutend? Ohne Zweifel. War er der Messias oder gar Gottes eigener Sohn? Nach jüdischem Verständnis nein.

...auf dem Dienstweg
Die Verfolgung von Beamten, Angestellten und Arbeitern
der Stadt Berlin 1933 bis 1945
Herausgegeben von Christian Dirks
128 Seiten, zahlr. Abb., Br.,  € 17,90
978-3-941450-24-0
Zügig machten sich die neuen Machthaber im Frühjahr 1933 daran, unerwünschte Bedienstete in der Haupt- sowie den Bezirksverwaltungen und den zahlreichen städtischen Betrieben zu entlassen. Die Stadt Berlin war, als die Nationalsozialisten die Macht übernahmen, der größte Arbeitgeber in der damaligen Reichshauptstadt. Etwa 100.000 Menschen standen in Lohn und Brot der Kommune. Juden, Sozialdemokraten, Kommunisten und andere missliebige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden quasi auf dem Dienstweg in ihren Stellungen verfolgt, entlassen oder zwangspensioniert. Für sie und ihre Familien hatte dies oft fatale Folgen. Der NS-Staatskommissar für die Reichshauptstadt, Julius Lippert, dirigierte federführend diese, wie es hieß, „Aufräumarbeiten“, die in Berlin größere Ausmaße annahmen als in anderen Kommunen. ...auf dem Dienstweg dokumentiert Einzelschicksale und beschreibt die Personalpolitik der Berliner Stadtverwaltung im nationalsozialistischem Kontext. 
Jüdische Miniaturen Bd. 94


Klaus Völker
Peter Zadek (1926–2009)
Mit dem „Fertigen“ gab er sich nicht zufrieden
72 S., 12 Abb., Br., €  6,90
978-3-941450-18-9
„Das ist nicht unser Shakespeare“, empörte sich das Hamburger Publikum 1976 über Peter Zadeks Othello-Inszenierung. Nach einem halben Jahr standen sie in Schlangen vor den Theaterkassen. Für heftige Diskussionen sorgte auch die Figur des Shylock in seiner Inszenierung von Shakespeares Kaufmann von Venedig. Zugleich war diese Rolle für ihn eine ganz persönliche, „weil ich mich mit der Figur komplett identifiziert habe – als Jude, als Außenseiter und natürlich besonders in Deutschland“. Zadek wurde 1926 als Sohn einer gut-bürgerlichen jüdischen Familie in Berlin geboren, die 1933 nach Großbritannien auswanderte. Erst 1958 kehrte er nach Deutschland zurück. Mit seinen wilden Inszenierungen und frei improvisierenden nackten Schauspielern revolutionierte er das bürgerliche Bildungstheater der 50er- und 60er-Jahre und stellte damit Zuschauer und Kollegen gleichermaßen auf die Probe. Sein letztes Stück inszenierte Zadek im Februar 2009 in Zürich: Major Barbara von George Bernhard Shaw. Klaus Völker widmet diesem unerschrockenen Provokateur und einzigartigen Theatergenie ein ganz persönliches Porträt.
Klaus Völker, geboren 1938 in Frankfurt am Main, Studium in Frankfurt und Berlin, Literatur- und Theaterkritiker. 1969 bis 1985 leitender Dramaturg an Theatern in Zürich, Basel, Bremen und am Schiller-Theater Berlin. 1992 Berufung zum Professor für Theatergeschichte und Dramaturgie an die Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin, deren Rektor er von 1993 bis 2005 war. Herausgeber, Übersetzer und Autor zahlreicher Publikationen,  u.a. Fritz Kortner, Hans Lietzau (Hentrich & Hentrich).

Jüdische Miniaturen Bd. 93

Christoph Kreutzmüller/Björn Weigel
Nissim Zacouto (1891-1987)
Jüdischer Wunderknabe und türkischer Teppichgroßhändler
Mit einem Vorwort von Fred Zacouto
64 Seiten, 10 Abb., Br.,€ 5,90
978-3-941450-16-5
Aus alter sephardischer Familie stammend, kam Nissim Zacouto vor dem Ersten Weltkrieg nach Berlin und baute dort eine Teppichgroßhandlung auf, die in den 1920-er Jahren einen ausgezeichneten Ruf genoss. Nach 1933 war Zacouto als türkischer Staatsangehöriger zunächst vor direkten Angriffen durch die Nationalsozialisten geschützt. Vor dem Hintergrund von Schikanen und Handelsbeschränkungen verlegte er sein Geschäft aber peu a peu nach Paris, wohin er auch 1939 emigrierte. Nach der Besetzung Frankreichs tauchte Zacouto mit seiner Familie unter und entging so knapp der Deportation. Nach 1945 baute er wiederum erfolgreich eine Teppichgroßhandlung in Paris. Seine Versuche, für die in Deutschland erlittenen Verluste entschädigt zu werden, zogen sich qualvoll in die Länge. Die ebenso ungewöhnliche, wie bewegende Lebensgeschichte Zacoutos wird durch ein Vorwort seines Sohnes Fred Zacouto bereichert.
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Auf Türkisch: Jüdische Miniaturen Bd. 93A

Christoph Kreutzmüller, Bjoern Weigel
Nesim Zacouto
Micize yahudi cocuglu türk hali tüccari
Aus dem Deutschen von Gürsel Köksal
64 S.,10 Abb., Br., € 6,90
978-3-942271-12-7
Christoph Kreutzmüller, geboren 1968 in Bad Oeynhausen, koordiniert die Forschungsprojekte Geschichte kleiner und mittlerer jüdischer Gewerbeunternehmen in Berlin (1930/31-1945) und Geschichte der Rückerstattung kleiner und mittlerer jüdischer Gewerbeunternehmen in Berlin in der Nachkriegszeit am Lehrstuhl Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert mit Schwerpunkt im Nationalsozialismus der Humboldt-Universität zu Berlin.
Björn Weigel, geboren 1980 in Berlin, ist Historiker und promoviert am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin über die Vernichtung jüdischer Gewerbetätigkeit in Berliner Theaterunternehmen.


Siegfried Grundmann
Die V-Leute des Gestapo-Kommissars Sattler
344 S., 39 Abb., Br.,  €  24,90
978-3-941450-25-7
Die Verwendung von V-Personen, Informanten und Spitzeln, rekrutiert aus den Reihen der Gegner oder dort implantiert, ist so alt wie die politische Polizei überhaupt. In Hitler-Deutschland wurde sie zu einem systematisch verwendeten Instrumentarium der Geheimen Staatspolizei bei der Verfolgung und Vernichtung von Antifaschisten. Sie war Ergänzung und teilweise Ersatz der Folter, gleichwohl wie diese ein Bestandteil des Terrors, und oft erschreckend „effizient“.
Grundmann belegt dies am Beispiel der V-Personen des von Kriminalkommissar Sattler geleiteten „Marxismus“-Dezernats beim Geheimen Staatspolizeiamt Berlin – einem Dezernat, dessen Aufgabe die Verfolgung und Vernichtung des Widerstands aus den Reihen der SPD sowie der ihr nahestehenden Parteien, Organisationen und Personen war.
Grundmann rekonstruiert die Biographien der V-Personen, die Art und Weise ihrer Anwerbung bzw. ihrer eigenen Bewerbung bei der Gestapo sowie die Motive und Konsequenzen ihrer Tätigkeit. Grundlage dieser Arbeit bilden die im Bundesarchiv bzw. im BStU-Archiv deponierten Recherchen des Ministeriums für Staatssicherheit über V-Leute sozialdemokratischer Herkunft.
Siegfried Grundmann, geboren 1938, ist promovierter Wissenschaftshistoriker und war 1968 bis 1990 Dozent bzw. Professor für Soziologie an der Akademie für Gesellschaftswissenschaften in Berlin (Ost). Weitere Publikationen u.a.:  Einsteins  Akte, Der Geheimapparat der KPD im Visier der Gestapo.
Jüdische Miniaturen Bd. 92


Nils Busch-Petersen
Leonhard Tietz (1849–1914)
Fuhrmannssohn und Warenhauskönig
von der Warthe an den Rhein
64 S., 12 Abb., Br., €  5,90
978-3-941450-17-2
Nach seinen Jüdischen Miniaturen über Oscar Tietz und Adolf Jandorf schlägt der Autor Busch-Petersen jetzt ein weiteres spannendes Kapitel deutscher Warenhausgeschichte auf: Am 14. August 1879 legt der Kaufmann Leonhard Tietz in Stralsund auf gerade einmal 25 Quadratmetern den Grundstein zu einem Warenhauskonzern, der bis heute unter dem Namen Galeria Kaufhof  allen Krisen getrotzt hat.
Tietz’ Erfolgsrezept kommt einer Revolution im Einzelhandel gleich: feste Preise, Barzahlung, konkurrenzlose Tiefpreise und Umtauschrecht. Der Kunde ist begeistert, und Tietz muss seinen Laden bald vergrößern. Leonhards Bruder Oscar betreibt Mitte der 1880er Jahre bereits gleichartige Handelsgeschäfte in Thüringen und Bayern. Mit dem namensgebenden Onkel legte er dort den Grundstein zum späteren Hermann Tietz-Konzern. Leonhard Tietz wählt das Rheinland für seine Geschäftsexpansion aus. Er beginnt 1889 in der Industrie-Boomstadt Elberfeld und wagt 1891 den Sprung in die Großstadt Köln. Später folgen luxuriöse Konsumtempel wie an der Düsseldorfer Königsallee und der Kölner Hohe Straße, auch heute Landmarken der deutschen Handelskultur. 1914 hinterlässt er einen Konzern mit 5.000 Angestellten und etwa 25 Häusern und Niederlassungen in ganz Europa. Seine Söhne Alfred Leonhard und Gerhardt werden 1934 von den Nationalsozialisten ins Exil gezwungen. Die Firma „Leonhard Tietz“ wird arisiert und firmiert fortan als Kaufhof AG.
Nils Busch-Petersen, Jurist, geboren 1963 in Rostock-Warnemünde. Studium der Rechtswissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin. 1990 Stadtbezirksbürgermeister von Berlin-Pankow im Auftrag des Runden Tisches, anschließend Hauptgeschäftsführer des Einzelhandelsverbandes Berlin, seit 1991 Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes des Einzelhandels Land Berlin und seit 2005 des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg.

Jüdische Miniaturen Bd. 95

Harro Jenss
Hermann Strauß (1868–1944)
Internist und Wissenschaftler in der Charité
und im Jüdischen Krankenhaus Berlin
Mit einem Beitrag von Peter Reinicke
88 S., 34 Abb., Br. € 7,80
978-3-941450-22-6
Hermann Strauß gehörte um die Wende zum 20. Jahrhundert zur Gruppe höchst kreativer jüdischer Ärzte der Berliner Medizinischen Fakultät, die wichtige originäre Beiträge zur Fortentwicklung der Medizin lieferten. Strauß befasste sich wissenschaftlich intensiv mit Magen- Darm, Nieren- und Stoffwechselkrankheiten. Die Einführung der kochsalzarmen Diät bei Nierenerkrankungen, das Straussche Sigmoidoskop sowie die Strauß-Kanüle gehen auf ihn zurück. Strauß starb 1944 im Konzentrationslager Theresienstadt.
Ergänzt wird dieser Band mit einem Beitrag über Elsa Strauß (1875–1945), Begründerin der Krankenhausfürsorge. Strauß gehörte zur Generation bürgerlicher Frauen, die sich darum bemühten, bestehende Klassengegensätze im Kaiserreich aufzubrechen. Sie gründete Arbeiterinnenheime, war aktiv im Jüdischen Frauenbund und gilt als Wegbereiterin einer modernen Krankenhaussozialarbeit in Deutschland.
Harro Jenss, geboren 1948 in Norden, ist Internist und Gastroenterologe, 1977 bis 1993 an der Medizinischen Klinik I der Eberhard-Karls-Universität Tübingen, seit 1994 Leitender Arzt, Abteilung Innere Medizin, Spital Waldshut/ Südbaden. Er beschäftigt sich mit historischen Aspekten der Erforschung der Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen.
Peter Reinicke, geboren 1938 in Erfurt, Dipl.-Sozialarbeiter, Dipl.-Pädagoge, Dr. phil. TU Berlin, Prof. em. Ev. Fachhochschule Berlin, widmet sich vor allem der Geschichte der Sozialarbeit.

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Jüdische Miniaturen Bd. 96

Harro Jenss
Ismar Boas (1858–1938 )
Erster Spezialarzt für Magen- und Darmkrankheiten
Begründer der Gastroenterologie
72 S., 27 Abb., Br., € 6,90
978-3-941450-19-6
Ismar Boas hatte sich bereits während seines Medizinstudiums für die Erforschung von Verdauungskrankheiten interessiert. 1886 ließ er sich als erster Spezialarzt für Magen- und Darmkrankheiten in Berlin nieder und gilt als Begründer der Gastroenterologie weltweit. Zwischen 1896 und 1933 gab er das angesehene Archiv für Verdauungskrankheiten heraus, bildete eine Vielzahl von Medizinern in dem neuen Fachgebiet aus und arbeitete unermüdlich für ein hohes wissenschaftliches Niveau seines Spezialgebietes. Boas floh 1936 nach Wien; dort nahm er sich im März 1938 kurz nach dem Einmarsch der Nationalsozialisten das Leben. Franz Werfel hat ihm mit dem „Boas-Nothnagel-Dialog“ ein Denkmal gesetzt.

Jüdische Miniaturen Bd. 97

Dietlinde Peters
Curt Bejach (1890–1944)
Berliner Stadtarzt und Sozialmediziner
64 S., 12 Abb., Br.,  €  5,90
978-3-941450-20-2
Der aus einer jüdischen Arztfamilie stammende Mediziner Dr. Curt Bejach wurde 1922 Stadtarzt in Berlin-Kreuzberg und gehörte 1925 zu den Gründern des neuen Gesundheitshaus am Urban, des ersten kommunalen Zentrums für präventive Medizin und Gesundheitserziehung in Berlin. Hier gab es für die Arbeiterbevölkerung des Bezirkes neben den üblichen Beratungsstellen auch eine „Lehrstätte für hygienische Volksbelehrung“, eine Sexualberatungsstelle und wechselnde Ausstellungen. 1933 wurde Curt Bejach entlassen. Er verlor sein von dem Architekten Erich Mendelsohn entworfenes Haus und musste zuletzt als Arzt in einem Zwangsarbeiterlager arbeiten. Im Januar 1944 wurde Curt Bejach nach Theresienstadt und von dort nach Auschwitz deportiert, wo er im Herbst 1944 starb. Heute erinnert vor dem „Landhaus Dr. Bejach“ in Berlin-Steinstücken ein Stolperstein an den Stadtarzt und Sozialmediziner.
Dietlinde Peters, geboren 1947 in Bielefeld, Dr. phil., Diplom-Soziologin, nach dem Studium an der FU Berlin im sozialen Bereich tätig, seit 1985 freiberufliche wissenschaftliche und publizistische Tätigkeit, zahlreiche Veröffentlichungen und Mitarbeit an Ausstellungen zur Berliner Stadtgeschichte, zur Geschichte der Sozialen Arbeit und zur Geschichte der Frauenarbeit und Frauenbewegung.


Angekommen?!
Lebenswege jüdischer Einwanderer
Herausgegeben von Svetlana Jebrak und Norbert Reichling
176 S., 23 Abb., Br.,  € 12,90
978-3-941450-23-3
Gewachsene jüdische Gemeinden, neue Synagogen, Spannungen zwischen alten und neuen Mitgliedern – ab und zu hört man von Folgen der jüdischen Einwanderung. Aber welche Menschen stehen hinter dieser Veränderung?
Am Beispiel des Ruhrgebiets erkundet dieser Band beispielhafte Lebenswege: Woher kamen die jüdischen Einwanderer der letzten 20 Jahre? Warum reisten sie nach Deutschland? Welche Erfahrungen haben sie in der früheren Heimat und hier gemacht? Welche Rolle spielen die jüdischen Gemeinden für sie, welche Formen des Jüdischseins werden gelebt, welche Perspektiven haben sie und ihre Kinder? 24 Männer und Frauen kommen hier zu Wort und machen die persönlichen und sehr unterschiedlichen Beweggründe und Erfahrungen des „Ankommens“ erkennbar.
Die gleichnamige Ausstellung wird 21. Februar bis 31. Mai 2010 im Jüdischen Museum Westfalen in Dorsten gezeigt. Weitere Stationen in der Region folgen.
Svetlana Jebrak, geboren 1974 in Odessa, studierte Geschichte, Philosophie und Jüdische Studien in Heidelberg, Jerusalem und Stanford. Magistra Artium (2001) und Promotion zur Dr. phil. an der Universität Heidelberg (2004); Veröffentlichungen, Beratung und Bildungsarbeit zu Judentum, Einwanderung und Biografien.Norbert Reichling, Dr., Soziologe, politischer Erwachsenbildner und ehrenamtlicher Leiter des Jüdischen Museums Westfalen. Veröffentlichungen u.a. zu Arbeiterbewegungskultur, politischer Bildung, Zeitgeschichte und Biografien, Geschichtskultur und Gedenkstätten.

Christen und Juden im Gespräch
60 Jahre Berliner Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit
Herausgegeben von Ulrich Werner Grimm
120 S., div. Abb., Br., €  9,90
978-3-941450-27-1
Aus Anlass des 60. Gründungsjubiläums werden in diesem Band Geschichte, zentrale Themen und Protagonisten des christlich-jüdischen Gesprächs dargestellt. Er ist zugleich eine Handreichung für die Beantwortung häufig gestellter Fragen in diesem Gespräch.Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Berlin (GCJZ) wurde auf Initiative der amerikanischen Besatzungsmacht am 24. November 1949 gegründet. Die GCJZ sollte dabei mithelfen, den geistigen Schutt, den der Nationalsozialismus hinterlassen hatte, insbesondere Rassismus und Antisemitismus, zu beseitigen. In der Präambel der Satzung der Berliner GCJZ heißt es: „Eine vernünftige und gerechte Ordnung in der Welt erwächst aus der Bereitschaft jedes Einzelnen, anderen das gleiche Maß an Recht und Achtung zuzugestehen, das er für sich selbst in Anspruch nimmt. Eine besondere Verantwortung liegt darin, eine von jeglichen Vorurteilen freie Achtung in allen Bereichen des Lebens zu erreichen.“ Ulrich Werner Grimm, geboren 1954 in Gera, Autor und Publizist, Forschungen und Publikationen zur Berlin-Geschichte, 

Fürstenberg /Havel – Ravensbrück Bd. 3
Auf dem Weg ins 21. Jahrhundert
(Hrsg. Wolfgang Stegemann/Wolfgang Jacobeit)
Beiträge zur Kulturgeschichte einer Region zwischen Brandenburg und Mecklenburg
300 Seiten, 50 Abb., geb.,  €  22,80
978-3-941450-26-4
Nach den vorliegenden zwei Bänden der Kulturgeschichte einer Region zwischen der mecklenburgischen Stadt Fürstenberg/Havel und dem unmittelbar anschließenden brandenburgisch-preußischen Dorf Ravensbrück legen die Autoren nun abschließend eine Untersuchung der Entwicklungstendenzen im 21. Jahrhundert vor. Ausgangspunkt ist die historische Zäsur von 1989 mit ihren durchgreifenden demografischen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Veränderungen. Die einmaligen und beispielhaften regionalgeschichtlichen Forschungsergebnisse münden in die Entwicklung eines möglichen Zukunftsszenarios für die Region. Die damit dreibändige Regionalgeschichte ist vorbildhaft für die methodischen Nachahmung in anderen Regionen Deutschlands.
Wolfgang Stegemann, geboren 1921, beendete seine akademische Laufbahn 1986/90 als Ordinarius für Ethnologie/Kulturgeschichte der Humboldt-Universität Berlin. Er ist Autor mehrer wissenschaftlicher Bücher, darunter eine dreibändige Illustrierte Alltagsgeschichte des deutschen Volkes 1550 – 1945.
Wolfgang Jacobeit, geboren 1933, beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Ur- und Frühgeschichte der Fürstenberger Region sowie mit Kultur- und Sozialgeschichte. Link: Die ersten beiden Bände von Fürstenberg/Havel – Ravensbrück. Auf dem Weg ins 21. Jahnhundert

325 Jahre Edikt von Potsdam (1685 – 2010)

Gerhard Fischer
DIE HUGENOTTEN IN BERLIN
120 S., zahlr. Abb., Br., € 12,80,
978-3-941450-11-0
Im Oktober des Jahres 1685 erließ der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm im 45. Jahr seiner Herrschaft in Brandenburg-Preußen das Edikt von Potsdam, in dem er den französischen Hugenotten freie Einreise, volle Bürgerrechte und eine Reihe von Privilegien garantierte.
Die Geschichte der Französisch-Reformierten in Brandenburg-Preußen setzte schon früher ein. 1672 bildete sich auf kurfürstlichen Geheiß die erste französische Kirchgemeinde reformierten Bekenntnisses in Berlin. Schon bevor 1685 der bis dahin größte Einwanderungsstrom aus Frankreich einsetzte, war die Berliner Französisch-Reformierte Gemeinde auf mehrere Hundert Glieder angewachsen. Kurbrandenburg war an den französischen Neuankömmlingen - sie nannten sich Refugies - in besonderem Maße interessiert. Der Dreißigjährige Krieg hatte das Land ausgeblutet, Brandenburg-Preußen bot den Hugenotten sowohl in Glaubens- wie auch in weltlichen Dingen große Freiräume; eigene Kirchen und Schulen, eigene Gesundheits- und Wohlfahrtseinrichtungen, eigene Organe der kommunalen Selbstverwaltung und der Rechtsprechung.
Der Französische Dom und das Hugenottenmuseum am Gendarmenmarkt in Berlin zeugen bis heute vom Wirken der Hugenotten in Berlin und Brandenburg.

Erstmals auf Deutsch: Die Memoiren der Regisseurin von „Mädchen in Uniform“.

Leontine Sagan
LICHT UND SCHATTEN
Schauspielerin und Regisseurin auf drei Kontinenten
Herausgegeben und kommentiert von Michael Eckardt mit einem Vorwort von Wolfgang Jacobsen, Jüdische Memoiren Band 16
352 S., ca. 20 Abb., Br., € 24,80,
978-3-941450-12-7
1890 in Budapest geboren und in Johannesburg aufgewachsen, absolvierte Leontine Sagan eine Schauspielausbildung in Wien und Berlin, der Theaterengagements in Dresden, Wien, Frankfurt am Main und Berlin folgten. Weltweite Beachtung erlangte sie jedoch als Regisseurin des Kinofilms „Mädchen in Uniform“, der 1958 mit Romy Schneider und Lilli Palmer als Remake verfilmt wurde. Kurz nach der sehr erfolgreichen Berliner Premiere des Films im Jahr 1931 entschloss sich Leontine Sagan wegen ihrer jüdischen Herkunft Deutschland zu verlassen.
Nach Stationen als Schauspielerin und Regisseurin in England und den USA fand sie schließlich in Südafrika vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges die Möglichkeit, ihre Erfahrungen und ihr Talent in der Ausbildung von Schauspielern und beim Aufbau einer südafrikanischen Theater- und Filmkultur einzusetzen. Leontine Sagan starb 1974 und gilt heute als wichtige Wegbereiterin von Theater und Filmindustrie in Südafrika. Ihre Memoiren, 1996 in Johannesburg erschienen, liegen nun erstmals in deutscher Sprache vor.
Michael Eckardt, geboren 1974, ist promovierter Medienwissenschaftler, Wissenschaftspublizist, PR-Berater und Lecturer Extraordinary am Journalism Department der University of Stellenbosch. Wolfgang Jacobsen, geboren 1953, verantwortet den Bereich Publikationen & Forschung an der Deutschen Kinemathek. Veröffentlichungen zu Film und Literatur.


Judith Magyar Isaacson
»FREUT EUCH, IHR LEBENDEN, FREUT EUCH«
Erinnerungen einer ungarischen Jüdin
Übersetzt und herausgegeben von Gerda Neu-Sokol
272 S., 35 Abb., Br., € 24,80
978-3-941450-10-3
Judith Magyar Isaacson erlebte in der ungarischen Stadt Kaposvár eine unbeschwerte Kindheit und Jugend. Als Jüdin wurde sie nach Auschwitz deportiert, von Josef Mengele selektiert und durchlitt den Terror der KZ-Haft bis zu ihrer Befreiung aus dem Deportationslager Hessisch-Lichtenau bei Leipzig. Von ihrem bewegten Leben erzählt sie in diesem Buch.
Isaacson lebt heute in den USA. Unter dem Titel Sarahs Töchter erzählt sie im Hauptteil des Buches von ihrem Elternhaus, der KZ-Hölle und ihrer Rückkehr ins bürgerliche Leben. Im zweiten Teil verarbeitet sie ihre quälenden Erinnerungen mit Reflexionen über ihr Leben als Studentin der Mathematik, Lehrerin und Universitätsprofessorin in den USA sowie über spätere Begegnungen in ihrer ehemaligen Heimat. Der auf Exilforschung spezialisierte Historiker Steve Hochstadt, Professor am Illinois College Jacksonville, leitet die Edition ein.
Gerda Neu-Sokol ist Dozentin für deutsche Sprache, Literatur und Kultur am Bates College in Lewiston, Maine, USA, Übersetzerin und Autorin mehrerer Bücher. Zuletzt erschien von ihr und Mishael Caspi: By the Soft Lyres: The Prophet Elijah in the Jewish, Christian, and Muslimic Literary Traditions.
JÜDISCHE MINIATUREN     Band  40


Daniela Gauding  /Christine Zahn
Die Synagoge Fraenkelufer (Kottbusser Ufer) 1916 - 1959 - 2009.
64 S., Br.,  € 5,90
978-3-941450-00-4
Im September 1916 - noch während des 1. Weltkrieges - wurde unter großer Anteilnahme der staatlichen und städtischen Behörden Berlins die Gemeindesynagoge Kottbusser Ufer geweiht. Sie war bis zum Novemberpogrom 1938 und der Beschlagnahme des gesammten Synagogengeländes 1942 durch die Gestapo ein geistiges und soziales Zentrum jüdischen Lebens, insbesondere in den südlichen Stadtbezirken Kreuzberg und Neukölln. Am 8. September 1945 fand zum jüdischen Neujahrsfest der erste Gottesdienst in der noch stark beschädigten Jugendsynagoge Fraenkelufer statt, da die Hauptsynagoge völlig zerstört war. Die wenigen Überlebenden der Shoa, aus den Konzentrationslagern befreite polnische Juden und auch Soldaten der Alliierten feierten Rosch ha-Schana 5706 gemeinsam. Am Vorabend des jüdischen Pessachfestes 1959 weihte die jüdische Gemeinde zu Berlin die restaurierte Jugendsynagoge am angestammten Platz ein. Die Daten 1916 - 1959 - 2009 weisen auf die Brüche, ebenso aber auf die Kontinuität jüdischen Jebens in Berlin. Am 22. April 2009 jährte sich die Neueinweihung zum fünfzigsten Mal. Aus diesem Anlass wird die Synagoge in Geschichte und Gegenwart hier vorgestellt.

JÜDISCHE MINIATUREN     Band  83

Thomas Lennert
FRITZ DEMUTH
63 S., Br.,  € 5,90
978-3-941450-01-1
Der Berliner Kinderartzt Fritz Demuth war als Wissenschaftler und Künstler tätig. Er starb nach Haftzeiten in Sachsenhausen und Westerborg im KZ Auschwitz an Fleckfieber und Entkräftung.

JÜDISCHE MINIATUREN     Band  84

Guy Stern
ARNO REINFRANK
Dichter aus der Pfalz im Exil - Autor der „Poesie der Fakten"
63 S., Br.,  € 5,90
978-3-941450-02-8
Gewachsen aus den Traditionen Heines und Brechts entstand die vielfältige Dichtung Arno Reinfranks (1934-2001) als „Poesie der Fakten". Er lebte seit 1957 als später Emigrant in London.
JÜDISCHE MINIATUREN     Band  87


E.-V. Kotowski
THEODOR LESSING
Philosoph - Feuilletonist - Volksbildner
ca. 72 S., Br.,  € 5,90
978-3-941450-05-9
Der Schriftsteller und Philosoph Theodor Lessing (1872-19331 mußte gleich noch der Machtübernehme der Nazis in die Tschechoslowakei fliehen, wo ihn die Nationalsozialisten am 31. August 1933 ermordeten.
JÜDISCHE MINIATUREN     Band  88


Esther Slevogt
Aufgebaut werden durch die Trümmer der Vergangenheit
GEMEINDEHAUS FASANENSTRASSE
63 S., Br.,  € 5,90
978-3-941450-06-6
Nur 26 Jahre nach ihrer Weihung 1912 wurde die Synagoge in der Fasanenstraße in der Pogromnacht 1938 niedergebrannt. An ihrer Stelle errichtete die Jüdische Gemeinde zu Berlin ein Kulturzentrum.
JÜDISCHE MINIATUREN     Band  89


Jascha Nemtsov
OSKAR. und ALFRED GUTTMANN
62 S., Br.,  € 5,90
978-3-941450-13-4
Der Komponist, Synagogenmusiker und Musikschriftsteller Oskar Guttmann (1885-1943) und sein Sohn Alfred (1919-1999) konnten 1939 aus Nazi-Deutschland fliehen. In den 60er Jahren kehrte Alfred Goodman nach Deutschland zurück.
JÜDISCHE MINIATUREN     Band  90


Gernot Wolfram
PAUL CELAN
Der Dichter des Anderen
70 S., Br.,  € 6,90
978-3-941450-07-3
Von der Kindheit in der deutsch-jüdischen Bukowina bis zu seinem Freitod 1976 in Paris entstand die einzigartige Dichtung Paul Celans, eines der bedeutendsten Dichter des 20. Jahrhunderts.

BERLINER JÜDISCHE KASSENÄRZTE
UND IHR SCHICKSAL IM NATIONALSOZIALISMUS
Ein Gedenkbuch herausgegeben von Rebecca Schwach
1100 Seiten, ca. 250 Abb., Gb., € 38,00
978-3-941450-08-0
Zwischen 1933 und 1938 entzog die Standesvertretung der Kassenärzte in Berlin über 2.000 Mitgliedern die Zulassung, weil diese „nichtarischer" Abstammung waren oder als politisch unerwünscht betrachtet wurden. Am 30. September 1938 wurde jüdischen Ärzten zudem die Approbation entzogen, womit sie nicht mal mehr als Ärzte galten. Mit einer jeder Zeit widerrufbaren Sondergenehmigung waren einige wenige von ihnen als „Krankenbehandler" tätig. Als solche versorgten sie die schrumpfende Zahl von immer ärmeren jüdischen Patienten.
Was wurde aus diesen Kassenärzten? Ihrer wirtschaftlichen Existenz beraubt, in zunehmender Weise entrechtet und verfolgt, sahen sich viele der betroffenen Kassenärzte gezwungen, mit ihren Familien das Land zu verlassen. Diejenigen, die nicht emigrieren wollten oder konnten, wurden in der Mehrzahl ab Oktober 1941 deportiert und zumeist getötet.
Das Gedenkbuch dokumentiert auf Grund vieler, sehr heterogener Quellen in Kurzbiographien die Schicksale von über 2.000 verfolgten Berliner Kassenärztinnen und Kassenärzten und entreißt sie damit dem Vergessen.

Judith Hahn/ Rebecca Schwach
ANPASSUNG UND AUSSCHALTUNG
Die Berliner Kassenärztliche Vereinigung im Nationalsozialismus
240 Seiten, mit Abb. Br., € 19,80
978-3-941450-09-7
Der Entzug der Kassenzulassung zwischen 1933 und 1938 bedeutete für Kassenärzte die Zerstörung ihrer wirtschaftlichen Existenz und kam einem Berufsverbot gleich. Verantwortlich war dafür die kassenärztliche Standesvertretung, bestehend aus dem Groß-Berliner Ärztebund und der Berliner Kassenärztlichen Vereinigung.
Angepasst an die Ziele der nationalsozialistischen Gesundheitspolitik exekutierte die Standesvertretung bis 1938 allein in Berlin die Ausschaltung von über 2.000 ihrer Mitglieder. Ärzten wurde die Zulassung entzogen, weil sie „nichtarischer« Abstammung waren oder als politisch unerwünscht betrachtet wurden.
Wie diese Ausschaltung jüdischer und politisch verfolgter Kassenärzte durch die Berliner Stand es Vertretung im Einzelnen vor sich ging, wird hier trotz einer äußerst schwierigen Quellenlage beschrieben. Dabei wird die organisatorische Umgestaltung der Standes Vertretung - die Errichtung der „Verwaltungsstelle Berlin der Kassenärztlichen Vereinigung Deutschlands" ab August 1933 geschildert, und die praktische Politik untersucht, nach der diese im „Dritten Reich" verfuhr. Die Darstellung der Protagonisten Berliner ärztlicher Standespolitik zwischen 1933 und 1945 zeigt die weitreichenden Konsequenzen ihres Handelns für die betroffenen Ärzte.
JÜDISCHE MINIATUREN     Band  75


Walter Homolka  /Elias H. Füllenbach:
Rabbiner Leo Baeck
Ein Lebensbild
88 S.,  28 Abb., Br., € 7,80
978-3-938485-84-2
Leo Baeck war einer der bedeutendsten Denker des deutschen Judentums und für sein Volk im Terror der Nationalsozialisten - noch in Theresienstadt - ein mutiger und selbstloser Sprecher. Sein Werk wirkt bis heute nach. Es ist das klassische Denkmal einer liberalen jüdischen Theologie des 20.Jahrhunderts. Dieses Buch ist eine Hommage an ein großes jüdisches Leben in Deutschland.


Hermann Simon:
Synagoge Rykestraße
Gedenkveranstaltung  9. November 1938 - 9. November 2008.
XXXII, 68 S., Br., 36 Abb., € 9,90
978-3-938485-88-0
Sonderausgabe zum 70.Jahrestag der Progromnacht vom 9. November 1938. Mit den Reden der Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, Bundeskanzlerin Angela Merkel, sowie Texten von Hermann Simon und Dov Laor.
Weiterhin lieferbar: Die Synagoge Rykestraße 1904-2004


SCHWARZMONDNACHT
Authentische TAGEBÜCHER
berichten (1933-1953)
• Nazidiktatur
• Sowjetische Besatzerwillkür
• Überlebensstrategien
Herausgegeben und kommentiert von Roland Thimme
200 S., 10 Abb., Gb., € 26,80
978-3-938485-96-5
Die vier Tagebücher, die hier vorgestellt werden, ermöglichen es den Gang der Ereignisse vor und während des Einmarsches der sowjetischen Armee im Raum Potsdam mit den Augen der Betroffenen zu betrachten. Betroffen waren vornehmlich Frauen, Kinder und alte Menschen.
In der Zeit des Nationalsozialismus und des ihm folgenden Besatzerregimes hatte das Tagebuchschreiben auch eine politisch-moralische Entlastungsfunkfion. Während die Männer vor allem seit Kriegsbeginn ihr Erleben und Denken in Briefen und Tagebüchern festhielten, haben erst zum Kriegsende Frauen häufiger versucht, die für sie gefährlichen Zustände niederzuschreiben. Themen dafür sind die Bombardierung der Städte und die militärische Eroberung ihrer Heimat, insbesondere das Verhalten der Roten Armee.
Frauen in der sowjetischen Besatzungszone waren 1945/46 in einer Situation, die stets bedrohlich erschien „wegen der allerorts lauernden Gefahr der Vergewaltigungen". Manche Wertungen über das Verhalten und die Kultur der sowjetischen Eroberer sind nur aus der damaligen Situation zu verstehen. Die Hauptlast der Verantwortung für Kinder, Mitbewohner und Nachbarn ruhte auf den Frauen, die ihre Aufgabe bewundernswert meisterten.


Die Berliner Gedenktafel für Bernhard Weiß
Herausgegeben von Hermann Simon
96 S., Br., € 7,80
978-3-938485-98-9
Bernhard Weiß, Jurist und Offizier im 1. Weltkrieg, war von 1927 bis zu seiner Entlassung 1933 Polizeivizepräsident in Berlin. Als kämpferischer Verteidiger der Weimarer Demokratie lieferte er sich erbitterte Auseinandersetzungen mit Joseph Goebbels, Hitlers Mann in Berlin.


Ute-Christiane Hauenschild
RIDEAMUS - Die Lebensgeschichte des Fritz Oliven
286 S., Gb., € 19,80
978-3-938485-92-7
Wer kennt den Verfasser von „Der Vetter aus Dingsda"...? Rideamus!
Rideamus, lateinisch für Lasst uns lachen", war das Pseudonym des Juristen Dr. Fritz Oliven (1874-1956). Einst einer der erfolgreichsten deutschen Humoristen des ersten Drittels des 20. Jahrhunderts, Kabarettist, Librettist und Mitbegründer der ersten GEMA, ist er heute fast unbekannt. Seine in Reimen verfassten/ lustigen Bücher, wie „Willis Werdegang" oder „Die Erfindung der Sittlichkeit", erzielten hohe Auflagen und wurden von populären Künstlern illustriert. Zusammen mit Oscar Straus schuf er die burlesken Operetten „Die lustigen Nibelungen" und „Hugdietrichs Brautfahrt". Der satirische Unterton und anarchische Humor dieser Werke ist weit entfernt von der Süßlichkeit Späterer Straus-werke. Oliven entwickelte sich weiter in Richtung des modernen Revuetheaters im Berlin der zwanziger Jahre. Seine Lieder zu Melodien von Walter Kollo und Eduard Künneke waren Schlager - oder wie man damals sagte - „Gassenhauer". Im privaten Leben war Oliven ein zurückhaltender Bonvivant und gutmütiger Familienmensch an der Seite einer starken Ehefrau, der Bankierstochter Leonie Meyer. Ab Mitte der 30er Jahre durfte Oliven als Jude nicht mehr veröffentlichen. Fritz Oliven emigrierte mit seiner Familie 1939 nach Brasilien und verbrachte dort die späten Jahre seines Lebens in bescheidenen Verhältnissen. Sein letztes, 1951 in Deutschland erschienenes Buch, „Ein heiteres Leben", war im gewohnten humoristischen Stil mit autobiographischen Anklängen verfasst. Das Buch "RIDEAMUS - Die Lebensgeschichte des Fritz Oliven" möchte einerseits einen beinahe vergessenen Publikumsliebling in Erinnerung rufen, zum anderen zeigt es exemplarisch den zerrissenen Lebenslauf eines Mannes aus dem emanzipierten deutsch-jüdischen Bürgertum des frühen 20. Jahrhunderts.


Erika Schwarz
JUDEN IM ZEUGENSTAND
Die Spur des Hans Globke
im Gedächtnis von Überlebenden der Schoa
300 S., Gb., € 32,00
978-3-938485-97-2
Im Jahre 1963 wurden 636 Juden, die vorwiegend in „Mischehen" gelebt oder von den Rasseideologen der Nationalsozialisten als „Mischlinge" eingestuft worden waren, aufgefordert, in Städten der DDR vor Staatsanwälten über ihre Erlebnisse in den Jahren 1933-1945 auszusagen. Der Zweck ihrer Befragung richtete sich auf die Ergänzung des dokumentarischen Materials, das der Anklage von Hans Maria Globke, damals Staatssekretär im Bundeskanzleramt der Bundesrepublik Deutschland, zugrunde gelegt wurde. Auf diese Weise entstand eine einzigartige Quellengruppe. Sie bildet die Grundlage der vorliegenden Studie, die die Vorgeschichte und den Verlauf der Enquete darstellt und die zeugenschaftlichen Aussagen in Auswahl wiedergibt sowie zeitgeschichtliche Dokumente aus dem Privatbesitz der damals Befragten enthält. Einleitung und Kommentare der Autorin erschließen die Quellen-Texte, die ein den Ereignissen nach nahes Erinnern überliefern, Zeugnisse des leidvollen Erlebens und Überlebens von Juden in Nazideutschland.
JÜDISCHE MINIATUREN     Band  74


Stephan Dörschel
FRITZ WISTEN
Bis zum letzten Augenblick - ein jüdisches Theaterleben
112 S., Br.,  € 9,90
978-3-938485-85-9
Der Schauspieler Fritz Wisten, 1890 in Wien geboren, hatte 1933 seine glanzvolle Karriere am Stuttgarter Landestheater hinter sich. Nach der Vertreibung der Juden aus den deutschen Theatern bot nur noch der Jüdische Kulturbund eine Beschäftigungsmöglichkeit. Fritz Wisten stieg zum Spielleiter und nach dem Novemberpogrom 1938 zum künstlerischen Leiter des Jüdischen Kulturbundes bis 1941 auf. Die Zeit bis 1945 überlebte Fritz Wisten nur durch die Hilfe seiner nichtjüdischen Frau Trude. Nach dem Krieg inszenierte Fritz Wisten Nathan der Weise als Eröffnungsstück des Berliner Deutschen Theaters. 1946 wurde er Intendant des Theaters am Schiffbauerdamm und als Bertolt Brecht dort mit seinem Berliner Ensemble einzog, übernahm Fritz Wisten die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz.

JÜDISCHE MINIATUREN     Band  77

Jascha Nemtsov
ARNO NADEL
Sein Beitrag zur jüdischen Musikkultur
62 S., Br.,  € 5,90
978-3-938485-89-7
Seit Beginn des 20. Jh. stand der in Wilna geborene Dichter, Maler und Musiker Arno Nadel (1878-1943) im Mittelpunkt des Berliner deutsch-jüdischen Kulturlebens. Der vielfältig begabte Künstler wurde in Auschwitz ermordet und geriet nach dem Krieg weitgehend in Vergessenheit. Im Auftrag der Berliner Jüdischen Gemeinde verfasste er ein Kompendium jüdischer liturgischer Musik, das die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes grundlegend reformierte. 
JÜDISCHE MINIATUREN     Band  78


Henning Müller
FRIEDRICH WOLF
Deutscher Jude – Schriftsteller - Sozialist
72 S., Br.,  € 6,90
978-3-938485-90-3
Das Leben des jüdischen Arztes und Dramatikers Friedrich Wolf ist von vielen Verwerfungen und Brüchen geprägt. In der Weimarer Republik muss Wolf 1933 vor den Nazis in die Sowjetunion fliehen. 1938 entkam er Stalins Schergen nach Frankreich, wo er später in verschiedenen Internierungslagern festsaß. Friedrich Wolf überlebte den Faschismus und den Stalinismus und kehrte 1945 nach Deutschland zurück.
JÜDISCHE MINIATUREN     Band  82


Alfred Etzold
DANIEL SANDERS
Mecklenburger, Jude, Wörterbuchschreiber
72 S., Br.,  € 5,90
978-3-938485-99-6
Daniel Sanders (1819-1897) wächst in der mecklenburgischen Kleinstadt Altstrelitz auf. Er studiert an der Berliner Universität, wird Lehrer an der „öffentlichen und Frei-Schule" seines Heimatortes und nach seiner Promotion deren Direktor und wird zu einem der großen Sprachwissenschaftler. Zu seinen vielen Veröffentlichungen zählt sein WÖRTERBUCH DER DEUTSCHEN SPRACHE, das 1968 auch in Tokio verlegt worden ist.
JÜDISCHE MINIATUREN     Band  79


S. Krusen/L. Mauersberger/H. Ehwald
DIE PRIVATSYNAGOGE „BETH ZION"
Brunnenstr. 33 (Berlin-Mitte) – Schicksal eines fast vergessenen Gotteshauses
72 S., Br.,  € 6,90
978-3-938485-93-4
Der im Jahre 1879 gegründete Synagogenverein Beth Zion eröffnete 1910 auf dem Hof der Brunnenstr. 33 in Berlin-Mitte ein eigenes Bethaus. Das Gebäude überstand die Pogromnacht, den Krieg, die DDR-Zeit und jahrelangen Leerstand. Viele Bürger engagierten sich für Erhalt und kulturelle Nutzung des denkmalgeschützten Synagogengebäudes. Seit 2007 hat eine Talmud-Tora-Schule hier ihren Platz gefunden.
JÜDISCHE MINIATUREN     Band  76


Werner Schubert:
Joseph Schweig
Jüdischer Unternehmer und demokratischer Politiker
Begründer der Stadt Weisswasser
64 S., 11 Abb., Br.,  € 5,90
978-3-938485-87-3
Der Industrielle, Fabrikant und Politiker Joseph Schweig (1850-1923) war in den beiden Jahrzehnten vor und nach 1900 der äußerst erfolgreiche Initiator und Förderer des wirtschaftlichen und politischen Lebens in der ostelbischen Oberlausitz, insbesondere in der Industriegemeinde Weißwasser. Dort übernahm er die Leitung von maroden Kohlengruben und Glashütten, die er zu wirtschaftlichem Erfolg führte. Auch unterstützte er die Entwicklung von Schulen, sozialen Einrichtungen und gesellschaftlichen Vereinen. Zahlreiche Denkmäler, Gebäude und historische Stätten erinnern bis heute an sein Wirken.


Lili Frank:
Memorandum.
Ein Poesiealbum 1909-1929.
Widmungen von Dozenten und Kommilitonen der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums.
26 Seiten Faksimile nebst Transskription.
76 S.,  19 Abb., Br., € 29,80
978-3-93845-91-0
Der bibliophile und von Hermann Simon kommentierte Nachdruck ermöglicht den Zugang zu einem einmaligen und sehr persönlichen Zeugnis jüdischen Lebens im späten deutschen Kaiserreich und in der Weimarer Republik. Dokumentiert werden Eintragungen von Leo Baeck, Malwin Warschauer, Ismar Elbogen, Samson Hochfeld, Moses Barol, Heimann Steinthal, Julius Lewkowitz, Arthur Rosenthal u.a.

Adomeit, Klaus /Meyer, Albert
Die jüdischen Gemeinden in Deutschland
und die Bedrohung ihres Rechts auf Selbstbestimmung
durch das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG)
53 S., Br., € 9,80
978-3-938485-86-6

JÜDISCHE MINIATUREN     Band 81

Nils Busch-Petersen
OSKAR TIETZ - Z Miedzychodu w Prowincij Poznanskiej po korone handlu w Berlinie
ca. 72 S., Br.,  € 6,90
978-3-938485-95-8
Polnische Ausgabe von Bd. 13 "Von Birnbaum (Provinz Posen) zum Warenhauskönig von Berlin" [ 3-933471-67-2 ]
Oscar Tietz (1858-1923) wuchs in Birnbaum/Miedzychod nahe Posen auf. Seine Lehrjahre verbrachte er bei Kaufleuten in Prenzlau, Stralsund, Berlin. 1884 wurde das erste Warenhaus der Firma „Hermann Tietz" in München gegründet. 1900 baute er eine Warenhauskette in Berlin auf. Er erfuhr viele Wertschätzungen, mußte sich aber immer auch antisemitischen Anfeindungen und massiver Attacken seiner Konkurrenten erwehren.


Gegen Verdrängen und Vergessen Bd. 6

Verwaiste Jüdische Friedhöfe
90 S., ca. 10 Abb., Br., € 9.90
 978-3-938485-75-0


JÜDISCHE MINIATUREN     Band 17

Simon, Hermann:
Die Synagoge Rykestraße 1904-2004
2. erweiterte Auflage mit einem Vorwort von Albert Meyer
66 S., 16 Abb., € 5,90
978-3-938485-65-1Vor 100 Jahren wurde die Synagoge in der Rykestraße im Nordosten Berlins eingeweiht. Sie ist bis heute eines der würdigsten und größten Gotteshäuser der jüdischen Gemeinde, mit Platz für 2000 Menschen. Im Novemberpogrom 1938 wurde das Gebäude in Brand gesteckt, wurde aber zügig gelöscht. Zwischen 1940 und 1945 unterstand die Synagoge der Heeresstandortverwaltung, nach der Befreiung fanden wieder Gottesdienste und Hochzeiten dort statt.
zurück nach obenJÜDISCHE MINIATUREN     Band 68

Klaus Haupt
Egon Erwin Kisch
Der rasende Reporter
aus dem Prager "Haus zu den Goldenen Bären"
72 S., Br.,  € 6,90
978-3-938485-72-9
Egon Erwin Kisch (1885-1948) erlebte als junger Prager Journalist und als österreichischer Soldat im Ersten Weltkrieg den Zusammenbruch des österreichisch-ungarischen Weltreiches. Er bewegte sich im Kreis der deutsch schreibenden Prager Juden und der Boheme im legendären Berliner Romanischen Café. Seine weltbekannten Reportagen von fast allen Brennpunkten seiner Zeit sind sehr viel mehr als nur Erlebnisberichte auf fünf Kontinenten, sie sind Zeugnisse seiner kämpferischen Teilnahme am Weltgeschehen, gegen den aufkommenden Nationalsozialismus in Deutschland, für die Demokratie an der Seite der Internationalen Brigaden im Spanischen Bürgerkrieg. Es ist überliefert, der Rasende Reporter Kisch soll auf die Frage, wie er sein bewegtes und abenteuerliches Leben überhaupt bewältigen konnte, geantwortet haben: Ich stamme aus Prag, ich bin Tscheche, ich bin Deutscher, ich bin Jude, ich bin Kommunist, ich komme aus einem guten Haus - irgend etwas davon hat mir immer geholfen.


Gegen Verdrängen und Vergessen Bd. 7

Die Diapositivsammlung
des Berliner Jüdischen Museums 1933-1938
97 S., ca. 10 Abb., Br., € 7,80
978-3-938485-82-8



Reihe: Frag doch! Geschichte konkret, Band 1:

Wir waren Nachbarn
Biographien jüdischer Zeitzeugen.
Eine Ausstellung in der Berliner Erinnerungslandschaft
Mit einer Videodokumentation auf Mini-DVD
herausgegeben vom Verein für Begegnung und Erinnerung.
32 Seiten, 25 Abb., Br., € 7,90
978-3-938485-73-6
Beiträge zur Erinnerungsarbeit im Bezirk Tempelhof-Schöneberg am Beispiel der Ausstellung „Wir waren Nachbarn - Biografien jüdischer Zeitzeugen“. Die Broschüre thematisiert Konzeption und Geschichte der Ausstellung, ihren Bezug zum 80-teiligen Denkmal der Künstler Renata Stih/Frieder Schnock im Bayerischen Viertel und den Stellenwert in der Berliner Erinnerungslandschaft.
Weitere Themen sind die Wirkung auf Zeitzeugen, Fachwelt und Öffentlichkeit. „Wir waren Nachbarn" zeigt exemplarisch die Arbeit einer lokalen Initiative gegen das Vergessen der von den Nationalsozialisten vertriebenen und ermordeten jüdischen Bürger/-innen aus Berlin.
Aus dem Inhalt:
Ruth Federspiel: Zur Entstehungsgeschichte der Ausstellung;
„Wir sind nicht als Opfer geboren“ – Ein Interview zum Konzept der Ausstellung mit der Kuratorin Katharina Kaiser von Jochen Thron;
Stefanie Endlich: Im Netzwerk der Erinnerung. Das Schöneberger Projekt und die Berliner Entwicklung.



Sabine Hank, Hermann Simon, Uwe Hank
Feldrabbiner in den deutschen Streitkräften des Ersten Weltkrieges
Herausgegeben von der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum
und dem Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr
632 Seiten, 170 Abb., geb., € 49,90
978-3-938485-76-7
Feldrabbiner spiegeln die Präsenz deutscher jüdischer Soldaten an den Fronten des Ersten Weltkriegs wider. Die jüdischen Gemeinden und Organisationen verbanden damit die Hoffnung auf eine weiter zunehmende Anerkennung der jüdischen Gemeinschaft und ihrer Religion durch die Umgebungsgesellschaft.Zu den zentralen Aufgaben der Feldrabbiner gehörten, neben der eigentlichen religiösen Seelsorge, die Verteilung von religiöser Lektüre und „Liebesgaben“ aus der Heimat, die Durchführung von Unterhaltungsabenden und Vorträgen und der Dienst in Lazaretten. Nach der sogenannten Judenzählung 1916 widmeten sie sich auch verstärkt dem Kampf gegen den Antisemitismus in den deutschen Streitkräften. In diesem Buch werden erstmals die durch umfassende Recherchen ermittelten Feldrabbiner und Feldhilfsrabbiner der deutschen Streitkräfte mit ihren Biographien vorgestellt sowie umfangreiche Dokumente ihrer Tätigkeit abgebildet und kommentiert.

JÜDISCHE MINIATUREN     Band 71

Detlef Lorenz
David Friedmann (1893-1980)
Berliner Pressezeichner der Zwanziger Jahre
72 S., Br.,  € 6,90
978-3-938485-77-4
Der Maler, Graphiker und Zeichner David Friedmann lebte seit 1911 in Berlin/ wo er Schüler von Hermann Struck (Radierung) und Lovis Corinth (Malerei) war. Als Maler und Graphiker war er mit spätimpressionistisch aufgefassten Landschaften / Stillleben und Akten erfolgreich – bis 1933 die Nazis an die Macht kamen. 1938 floh er mit seiner jungen Familie nach Prag/ wurde ins Ghetto von Lodz und schließlich nach Auschwitz deportiert. Fast sein gesamtes Werk wurde von der Gestapo beschlagnahmt und vermutlich vernichtet. Seine Frau und seine kleine Tochter wurden Opfer der Nazis. Er selbst überlebte/ heiratete später noch einmal und kam über Israel in die USA/ wo er verstarb.
David Friedmann zeichnete hunderte Porträts von Persönlichkeiten der Bühne/ der Musik/ der Politik und des Sports. Dieser Band bringt eine kleine Auswahl.
JÜDISCHE MINIATUREN     Band 
72

Marianne Büning
Ludwig (Louis) Traube (1818-1876)
Arzt und Hochschullehrer
Begründer der experimentellen Pathologie
72 S., Br.,  € 6,90
978-3-938485-78-1
Louis Traube hat unter dem Namen Ludwig Traube als Mitbegründer der streng naturwissenschaftlich orientierten Arbeitsweise der medizinischen Forschung - insbesondere auf dem Gebiet der Lungen-, Herz- und Nierenkrankheiten - Weltruhm erlangt. Generationen von Ärzten unterrichtete er in der von ihm weiter entwickelten physikalischen Diagnostik. 1872 wurde er als erster (und einziger) Jude zum Ordinarius der Charite in Berlin ernannt.

JÜDISCHE MINIATUREN     Band  73

Gerrit Kirchner
Dr. Hugo Neumann (1858-1912)
„Sein ganzes Leben war eine Mizwa"
72 S., Br.,  € 6,90
978-3-938485-79-8
Hugo Neumann (1858-1912) war ein jüdischer Pionier des Säuglings- und Mutterschutzes in Deutschland. Er schuf mit seinem „Kinderhaus" nicht nur eine spezialisierte Poliklinik sondern auch eine umfassende Gesundheits- und Fürsorgeeinrichtung für arme Kinder, die 50 Jahre lang weit über die Grenzen Berlins hinaus bekannt war.

JÜDISCHE MINIATUREN     Band 74

Dietlinde Peters
Martha Wygodzinski (1869-1943)
Arztin und Gesundheitspolitikerin
„Der Engel der Armen"
72 S., Br.,  € 5,90
978-3-938485-80-4
Bis 1936 konnte Martha Wygodzinki als Ärztin für jüdische Patienten tätig sein. Am 30. September 1938 wurde ihr die Approbation endgültig entzogen. 73-Jährig wurde sie nach Theresienstadt deportiert, wo sie am 27 Februar 1943 an Schwäche und Unterernährung starb. „Der Engel der Armen" wurde sie von ihren Patienten in Berlin genannt. Bis kurz vor ihrem Tod versuchte sie kranken und sterbenden Mitgefangenen im Lager beizustehen.



Mordechai Eliav /Esriel Hildesheimer
Das Berliner Rabbinerseminar 1873-1938
Seine Gründungsgeschichte - seine Studenten
302 S., Gb., € 32,00
978-3-938485-46-0
Das von Esriel Hildesheimer 1873 in Berlin gegründete Rabbinerseminar galt als die bedeutendste Lehrstätte der deutschsprachigen Orthodoxie. Viele Absolventen waren später als Rabbiner sowohl in Europa als auch in den Vereinigten Staaten und Israel tätig und haben als Gelehrte die Wissenschaft des Judentums geprägt.
1938 wurde das Rabbinerseminar von den Nationalsozialisten zwangsweise geschlossen. Viele seiner ehemaligen Studenten
- waren sie als Rabbiner nach Osteuropa zurückgekehrt oder amtierten in deutschen Gemeinden - wurden ermordet.
630 Biographien von Rabbinatsstudenten sind hier zusammengefaßt, ergänzt durch eine Aufstellung der am Seminar tätigen Lehrer sowie einem Beitrag zu seiner Gründungsgeschichte sind beigegeben.

Alfred Gottwaldt, Diana Schulle:
"Juden ist die Benutzung von Speisewagen untersagt"
antijüdische Politik des Reichsverkehrsministeriums zwischen 1933 und 1945
119 S., Gb., € 19,90
 978-3-938485-64-4
Wie tief das Reichsverkehrsministerium in die Judenverfolgung im Dritten Reich und in den Holocaust verstrickt war wird hier ausführlich, überzeugend und eindringlich dargelegt. Schon vor dem 2.Weltkrieg sorgten die Beamten des Ministeriums willfährig für die Entlassung ihrer jüdischen Kollegen, leiteten zum Boykott der Juden an, stimmten der Einziehung von Führerscheinen zu und ordneten gegenüber Juden einzelne Reiseverbote zum Beispiel für Schlaf- und Speisewagen an. Während des Krieges führte das Ministerium die Aufsicht über zahlreiche jüdische Zwangsarbeiter und genehmigte ab 1941 die von der Reichsbahn durchgeführten Sonderzugprogramme zur millionenfachen Verschleppung der Juden in die Konzentrations- und Vernichtungslager.
Mit Biographien der Verkehrsminister und ihrer Staatssekretäre


Fünfzig Jahre Leo-Baeck-Preis 1957-2007
Verliehen vom Zentralrat der Juden in Deutschland.
458 S. Hardcover, 65 Abbildungen, € 26,00
978-3-938485-67-5
Seit 1957 verleiht der Zentralrat der Juden in Deutschland den Leo-Baeck-Preis. Mit ihm werden Menschen geehrt, die sich zum einen in herausragender Weise für die jüdische Gemeinschaft eingesetzt haben und denen es zum anderen gelungen ist, aus den dunklen Kapiteln deutscher Geschichte Lehren für die Zukunft zu ziehen. Zu den bisherigen Preisträgern gehören Rabbiner Ernst Ludwig Ehrlich, Schalom Ben-Chorin, die Ex-Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, Roman Herzog und Johannes Rau. Geehrt wurden außerdem Angela Merkel, Helmut Kohl, die Verlegerin Friede Springer, der Publizist Ralph Giordano, die Politiker Hans-Jochen Vogel und Joschka Fischer, sowie der Verleger Hubert Burda und die Schauspielerin Iris Berben.

JÜDISCHE MINIATUREN     Band 66

Helga Cazas
Bilder meiner Berliner Jugend
128 S., Br., € 9,90
978-3-938485-68-2
Als 18jährige gelang Helga Treuherz, verheiratete Cazas, und ihrer Mutter nach dem Novemberpogrom die Flucht nach Frankreich. Der Vater sollte später nachkommen, stattdessen musste er in Deutschland schwerste Zwangsarbeit leisten und wurde in Auschwitz ermordet. Seit ihrer Kindheit in Berlin sind über 80 Jahre vergangen, trotzdem gelingt es der Autorin, die Erlebnisse, Streiche und Kindersorgen dem Leser so frisch und spannend zu beschreiben, dass er den Eindruck hat, alles wäre soeben geschehen. Dabei zeichnete sich in den letzten Jahren ihres Berliner Aufenthalts bereits die Bedrohung durch die Nazis für die Juden deutlich ab. Die unbeschwerte Kindheit der Helga Treuherz wird laufend bedroht. Gerade der ruhige Berliner Beamtenvorort Steglitz wird 1933 zu einem großen braunen Schandfleck - für jüdische Kinder fehlen Möglichkeiten, sich den schmerzlichen Ausgrenzungen zu entziehen.
JÜDISCHE MINIATUREN     Band 67

Sunhild Pflug
Dr. med. Else Weil
Auf den Spuren von Kurt Tucholskys Claire aus "Rheinsberg"
64 S., Br., € 5,90
978-3-938485-69-9
Die junge Medizinstudentin und spätere niedergelassene und Klinikärztin Else Weil war eine Jugendfreundin Kurt Tucholskys. Mit ihr unternahm er die Sommerreise in das Schloß Rheinsberg, von der dann das zauberhafte Buch über Verliebte und über die Liebe entstand, das den literarischen Ruf des noch jungen Autors schnell begründete. Die Claire aus „Rheinsberg" war Else Weil. Kurt Tucholsky heiratete sie, blieb jedoch nicht lange bei seiner jungen Frau, die immer darauf bestanden hat, ein eigenbestimmtes Leben zu führen, was ihr als jüdischer Ärztin in Berlin nach 1933 zunehmend schwerer wurde. Nach ihrer Flucht nach Paris wurde sie 1942 deportiert und in Auschwitz ermordet.


Genevieve Pitot
DER MAURITIUS-SCHEKEL
Geschichte der jüdischen Häftlinge auf der Insel Mauritius 1940-1945
Hg. von Vincent C. Frank-Steiner Geleitwort von W. Michael Blumenthal Übersetzung von Peter Köhler
280 Seiten, 35 Abb., Broschur, € 19,80
978-3-938485-70-5
Erst sehr spät nach 1945 wurde bekannt, daß der Inselstaat Mauritius im Indischen Ozean seit Ende 1940 ein Exilort verfolgter Juden aus der Tschechoslowakei, Danzig und Wien war. Sie wollten nach Palästina, wurden jedoch im Hären von Haifa von der britischen Mandatsmacht auf zwei holländischen Schiffen nach Mauritius verbracht, wo sie viereinhalb Jahre ein Leben, das an Gefängnishaft erinnert, darben mußten. Dieses Buch leistet einen Beitrag zur Exilforschung 1933-45.


Jürgen Renner
HIOBS BOTSCHAFT
Das seltsame biblische Buch
Mit 10 Bildern von Hannelore Teutsch
24 S., 10 farb. Bilder, Br., € 10,80
978-3-938485-71-2
Der Dichter Jürgen Rennert erzählt aufseine eigenwillige Art die biblische Geschichte des gottesfürchtigen und unschuldig leidenden Hiob nach, der im Staube liegt und von seinen Zeitgenossen noch schmählich verspottetwird. Eine künstlerische Gemeinschaftsarbeit mit Hannelore Teutsch.

Regina Scheer
Den Schwächeren helfen, stark zu sein
Die Schrippenkirche im Berliner Wedding 1882-2007.
68 S., Kartoniert, 39 Abbildungen, € 5,90
978-3-938485-63-7
Die Schriftstellerin Regina Scheer nimmt das 125. Gründungsjubiläum zum Anlaß, die Geschichte und die bis heute aktuellen Erfahrungen dieser nach wie vor segensreichen "Schrippenkirche" zu erzählen.
JÜDISCHE MINIATUREN    Band 62


Evelyn Adunka
Stadttempel Wien
Geschichte, Rabbiner und Kantoren
978-3-938485-55-2
Erzählt wird die Geschichte und Chronik des 1826 eingeweihten Wiener Stadttempels und seiner Rabbiner und Kantoren. Der wegen der Bauvorschriften in der Vormärzzeit hinter einem Zinshaus verborgene Tempel, der deswegen in der NS-Zeit „nur" im Inneren verwüstet wurde, und die im Laufe der Jahre im Foyer errichteten Tafeln und Ge- denkstätten symbolisieren wie kein anderes Gebäude das wechselvolle Schicksal der Wiener jüdischen Gemeinde.


Inge Lammel
JÜDISCHE LEBENSWEGE
Ein kulturhistorischer Streifzug durch Pankow und Niederschönhausen
380 S., 130 Abb., Br., € 24,80,
978-3-938485-53-8
Herausgegeben vom Förderverein Ehemaliges Jüdisches Waisenhaus Pankow e.V., von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes und dem Bund der Antifaschisten Pankow e.V. Sie haben ein wesentliches Stück Pankower Heimatgeschichte mitgeschrieben - Einwohner, Geschäftsleute, Handwerker, Ärzte, Künstler. Gute jüdische Nachbarn, deren religiöse Eigenheiten respektiert wurden wie umgekehrt die Glaubensbekenntnisse der nichtjüdischen Mehrheit. Im Stichjahr 1925 wurden 1566 Pankower Juden gezählt.

Neu:

Moritz Stern
Geschichte der Alten Synagoge zu Berlin
Herausgegeben von Hermann Simon und Harmen H. Thies. Mit Beiträgen von Daniela Gauding, Chana Schütz u.a.
427 S., 86 Abb., Gb., € 48,50
978-3-938485-66-8
Mit diesem Buch wird ein bisher unveröffentlichtes Manuskript des langjährigen Bibliothekars der Berliner Jüdischen Gemeinde, Moritz Stern (1864-1939), zur Geschichte der Alten Synagoge in der Heidereutergasse vorgelegt. Dabei handelt es sich um eine kommentierte Übertragung der wichtigsten Teile eines in den Central Archives for the History of the Jewish People in Jerusalem befindlichen Manuskripts. Die Dokumentation enthält neben dieser Edition sowohl eine Übersicht zur Ausstattung der Synagoge sowie zur Geschichte und zum Verbleib ihrer Kultgeräte als auch Forschungsergebnisse der 1994 begonnenen Zusammenarbeit zwischen der Hebräischen Universität Jerusalem und der Technischen Universität Braunschweig.

JÜDISCHE MINIATUREN     Band 59

Michael Mamlock:
Isidor Mamlock
Pionier der israelischen Pharmazie
64 S., Br., € 5,90
978-3-938485-49-1
Isidor Mamlock studierte Pharmazie und Lebensmittelchemie. Als Zionist geriet er mit seinem Doktorvater Prof. Ernst Levi in Streit, worauf er seine Promotion abbrach.  Er leitete die „Deutsche Priestley-Gesellschaft, eine kleine chemische Fabrik, die u. a. Sauerstoffbäder und Knoblauchtabletten herstellte. Mamlock emigrierte 1921 und ließ sich nach der Bildung des Staates Israel dort als erster deutsch-jüdischer Apotheker nieder.

JÜDISCHE MINIATUREN     Band 32

Nils Busch-Petersen
Adolf Jandorf
Vom Volkswarenhaus zum KaDeWe
80 S., 22 Abb., Br., € 6,90
Der jüdische Bauernjunge Adolf Jandorf aus Hengstfeld /Hohenlohe kann kaum über den Ladentisch des Manufakturwarengeschäftes in Mergentheim sehen, als er die Lehre beginnt. Aber flink, zielstrebig und von überdurchschnittlicher Auffassungsgabe, wird schnell ein guter Handlungsgehilfe aus ihm. Nach einem kurzen Aufenthalt in New York findet er eine Anstellung im Handelskonzern M.J. Emden Söhne und soll für diese Firma einen Laden in Berlin eröffnen. Allein in der völlig fremden Stadt eröffnet Jandorf ein Geschäft am Spittelmarkt . Als "A. Jandorf und Co., Hamburger Engros Lager" wird es sein erstes Geschäft und er dabei zum Unternehmer. Jandorf, dessen Führungsmannschaft fast ausschließlich aus seinen Brüdern bestand, verwirklichte 1907 seine größte Vision, er ließ das KaDeWe errichten, Deutschlands Flagschiff der Warenhauskultur und bis heute eines der Spitzenhäuser der Welt. Mit dem Talent eines guten Kaufmannes und der Führungsstärke eines Feldherrn leitete Jandordf sein Unternehmen erfolgreich auch durch Kriegs-, Krisen- und Revolutionszeiten. 1926 verkaufte Adolf Jandorf sein Unternehmen an den "Hermann Tietz" - Konzern. Im Jahre 1932 verstorben, wurde er auf dem Jüdischen Friedhof in Berlin-Weißensee beigesetzt. Der Autor des vorliegenden Bandes, Handelslobbyist und Hauptgeschäftsführer der Berliner und Brandenburger Handelsverbände, ist ein ausgewiesener Experte der Geschichte des Einzelhandels. Er forscht seit vielen Jahren insbesondere auch zur Geschichte der Waren- und Kaufhäuser und ihrer meist jüdischen Gründer und Inhaber.

JÜDISCHE MINIATUREN     Band 13

Nils Busch-Petersen
Oscar Tietz
Von Birnbaum (Provinz Posen) zum Warenhauskönig von Berlin.
64 S., mit 11 Abb., Br., € 5,90
978-3-933471-67-3
1884 eröffnete Oscar Tietz zusammen mit seinem Onkel Hermann Tietz das erste Warenhaus der Firma in München. Nach modernen Verkaufsprinzipien baute der Visionär und Stratege Oscar Tietz ab 1900 eine Warenhauskette in Berlin auf, mit den bekannten Häusern in der Leipziger Straße, am Alexanderplatz und in der Frankfurter Allee.

JÜDISCHE MINIATUREN     Band 61

Joachim Rott
Bernhard Weiß
Preußischer Jude - Kämpferischer Demokrat
978-3-938485-54-5
Bernhard Weiß, Jurist und Offizier im 1. Weltkrieg, war von 1927 bis zu seiner Entlassung 1933 Polizeivizepräsident in Berlin. Als kämpferischer Verteidiger der Weimarer Demokratie lieferte er sich erbitterte Auseinandersetzungen mit Joseph Goebbels, Hitlers Mann in Berlin. Angesicht der „Welle des Antisemitismus" rief er 1932 die „selbstbewußten deutschen Staatsbürger jüdischen Glaubens" auf, sich zur Wehr zu setzen. 1933 wurde er als einer der ersten von den neuen Machthabern ausgebürgert. Im letzten Moment gelang ihm die.Flucht über Prag nach England.



WEITERGELEBT
Jüdische Schicksale im II.Weltkrieg
Vorwort Ralph Giordano
90 S., Br., € 7,80
3-938485-47-7
Aus dem Vorwort: Wie reagieren Nachgeborene Söhne und Töchter, wie die mittlerweile dritte, die Generation der Enkel, allesamt doch Kinder der Demokratie, auf „Auschwitz", dieses Synonym für die Historie des NS-Schreckens?...


Patricia-Chariotta Steinfeld (Hg.)
250 Jahre Jüdisches Krankenhaus Berlin
Seine zivilgesellschaftliche Rolle in Deutschland und Europa
Internationaler Kongress 23-24. 10. 2006 im Centrum Judaicum Berlin
90 S., Br., € 9.90
978-3-938485-58-3
Das Jüdische Krankenhaus ist auch ein historisches Monument der Medizin- und Kulturgeschichte seit 1756. Ethik, Tradition, Geschichte, Medizin, Staat und Gesellschaft sind so in einander verwoben, daß Werte und Normen nicht nur der jüdischen Welt bekannt gemocht werden. Der Band dokumentiert eine wissenschaftliche Konferenz zu diesem Themenkomplex.


W. E. Platz und V. Schneider
Dokumente einer Tötungsanstalt
„In den Anstalten gestorben"
90 S., Br., € 7,80
978-3-938485-59-0
Die Ermordung psychisch Kranker in Landeskrankenhäusern („Anstalten") stellt eine Dimension des NS-Terrors dar, die auch heute noch zu den ungewollten Erinnerungen in unserer Gesellschaft zählt. Band IV der Reihe „Gegen Verdrängen und Vergessen" soll durch Vorstellung von Dokumenten aus den „Thüringischen Landesheilanstalten Stadtroda" zeigen, wie Menschen durch „Medizin" umgebracht wurden und was ärztliche und pflegerische Mordgesellen nach der Befreiung im Verhör dazu von sich gaben.



»VERNICHTUNG«
»GIFTSCHRANK«
»ZWEIFELHAFTE FÄLLE«
Vorgeschichte und Folgen der Bücherverbrennung für jüdische Autoren, Verleger, Buchhändler und Bibliothekare
90 S., Br., € 7,80
3-938485-48-5
Das Ritual der Bücherverbrennungen im Mai 1933 war ein Akt kultureller Barbarei, zugleich der Auftakt zur systematischen Verbannung „unerwünschter" Künstler, Wissenschaftler und Politiker. Beschrieben werden die in der Weimarer Republik und in früheren Epochen wurzelnden Entwicklungslinien.


JÜDISCHE MINIATUREN    Band 63

Christine M. Kaiser
Agathe Lasch
Erste Germanistikprofessorin Deutschland
64 S. Kartoniert, € 6,90
978-3-938485-56-9
Die Sprachforscherin Agathe Lasch, geboren am 4. Juli 1879 in Berlin, hat sich als Frau auf ihrem wissenschaftlichen Weg in Deutschland gegen alle Widrigkeiten behaupten und durchsetzen können. 1909 promovierte sie an der Universität Heidelberg und lehrte danach mehrere Jahre an einem amerikanischen Frauencollege. 1919 an der Hamburger Universität habilitiert, wurde sie dort 1923 zur Professorin ernannt und schließlich 1926 auf das Extraordinariat für Niederdeutsche Philologie berufen. Die somit erste Germanistikprofessorin Deutschlands wurde jedoch als Jüdin Opfer der nationalsozialistischen Barbarei. Nach dem 15. August 1942 - dem Tag ihrer Deportation ins Ghetto Riga - wird Agathe Lasch ermordet.


JÜDISCHE MINIATUREN    Band 64

Regina Scheer
Kurt Tucholsky
ER WAR EIN BISSCHEN LAUT
91 S. Kartoniert, € 7,80
978-3-938485-57-6
"Sie gehören zu den kleinen Propheten, Tucholsky. Große Propheten, wie Marx oder Freud, beschäftigen sich nicht mit Abenteuern , wie sie uns beschieden wurden. Aber Sie dürfen sich sagen: Sie haben alles gesehen, alles gesagt, alles bekämpft. Soweit ein Schriftsteller mit sich zufrieden sein darf, dürfen Sie mit sich zufrieden sein." Dies schrieb der ausgebürgerte deutsche Jude Arnold Zweig am 13. November 1935 aus dem Exil in Haifa / Palästina an den ausgebürgerten Kurt Tucholsky, der im Exil in Hindas / Schweden lebte. Ihre Bücher waren in Berlin gemeinsam verbrannt worden. Tucholsky antwortete ihm am 15. Dezember 1935, sechs Tage vor seinem Tod durch Schlafmittel: "Man muß von vorn anfangen - nicht auf diesen lächerlichen Stalin hören, der seine Leute verrät, so schön, wie es sonst nur der Papst vermag - nichts davon wird die Freiheit bringen. Von vorn, ganz von vorn. Wir werden das nicht erleben. Es gehört dazu, was die meisten Emigranten übersehen, eine Jugendkraft, die wir nicht mehr haben. Es werden neue, nach uns, kommen. So aber gehts nicht. Das Spiel ist aus." Was war das für ein Spiel, das brüchige Leben des Bürgersohns Kurt Tucholsky zwischen Kaiserreich, Weimarer Republik, Nationalsozialismus? Es endete an einem zugefrorenen schwedischen See, in einem Haus, dessen Miete er nicht mehr bezahlen konnte. Was war das für ein Mann, dessen Texte so angriffslustig waren, so unverschämt frech, dabei auch zart und wissend um die Abgründe der menschlichen Seele? Die Lachsalven, die er hervorrief, waren befreiend, aber ihm selbst blieb das Lachen im Halse stecken. Seine Urne liegt unter einer Steinplattte begraben nahe dem Schloss Gripsholm auf einem Friedhof, den er in seinem Buch beschrieben hatte. Sogar die Gewissheit des letzten Orts war ihm zerbrochen, denn einst hatte er über den Jüdischen Friedhof seiner Heimatstadt Berlin geschrieben: "Da, wo ich oft gewesen bin, / zwecks Trauerei , / da kommst du hin, da komm ich hin / wenns mal vorbei." 
JÜDISCHE MINIATUREN    Band 65


Christoph Kreutzmüller /Thomas Weihe
Eugen Panofsky
Berliner Bankier, Stadtrat und Stadtältester
978-3-938485-60-6
Eugen Panofsky steht für eine ganze Generation jüdischer Wirtschaftsbürger, die der Entwicklung Berlins wichtige Impulse gaben. Als 20jähriger kam er aus der schlesischen Provinz in das grün- derzeitliche Berlin und avancierte dort vom Kassierer zum Mitinhaber des renommierten Bankhauses Jacquier & Securius. Gleichzeitig engagierte sich Panofsky in einer Vielzahl von Vereinen und Projekten, war Schatzmeister der ersten deutschen Antarktisexpedition wie auch aktives Mitglied des Central-Vereins. 1911 wurde Ponofsky Stadtrat und erhielt für seine Ver- dienste um die Entwicklung Berlins 1919 schließ- lich den Ehrentitel des Stadtältesten. - Mit englischer Zusammenfassung


Reihe Jüdische Miniaturen

SonjaMühlberger:
Geboren in Shanghai
als Kind von Emigranten.
Leben und Überleben
im Ghetto Hongkew (1939-1947)
62 S., Br., € 5,90
3-938485-44-2




Hannelore Teutsch
STILLES LEBEN
Stadtbild - Landschaft und Figur
Mit einem Text von Jürgen Rennert
(deutsch und englisch)
36 S., 48 Abb., Br., € 12,80
3-938485-51-4
Die Malerin, Grafikerin und Textilgestal'erin Hannelore Teutsch stellt in diesem Band ihre jüngeren Arbeiten unter den Rubriken STADTBILDER – LANDSCHAFT UND FIGUR - STILLEBEN vor. Berliner Straßenbilder und merkwürdig entvölkerte Lebensorte erscheinen gerade in ihrer Alltäglichkeit neu und ungeahnt. Die Landschaften mit und ohne Figuren bieten besondere Ein- und Ausblicke. Die Stilleben wecken Alltagsgegenstände zum unverwechselbaren Leben. Der Schriftsteller Jürgen Rennert erzählt ein „Märchen von einer, die auszog, das Leben in Bildern zu fangen".




BERLINER JUDEN 1941 - NAMEN UND SCHICKSALE
Das letzte Amtliche Fernsprechbuch der Reichspostdirektion Berlin
120 S., Gb.,€ 19,-
3-938485-42-6
Allen jüdischen Bürgern deutscher Staatsangehörigkeit wurde Ende Juli 1940 der Fernsprechanschluß
entzogen. Dennoch sind im Berliner Telefonbuch von 1941 - dem letzten, das in der Hauptstadt des
Dritten Reichs erschienen ist - noch über fünfhundert Juden - darunter Rabbiner Leo Baeck und der letzte
Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Moritz Henschel - namentlich verzeichnet. Ihnen war auf Antrag ein
Telefonanschluß wieder zuerkannt worden.
Der Jurist und Politikwissenschoftler Hartmut Jäckel (Freie Universität Berlin) und der Direktor des Berliner
Centrum Judaicum Dr. Hermann Simon dokumentieren in diesem Buch erstmals die Nomen und Berufe all
jener jüdischen Bürger Berlins, die noch 1941 im Fernsprechbuch der Reichshauptstodt präsent sind.
Zugleich wird, Name für Name, Auskunft über das Schicksal gegeben, das den Angehörigen dieses
Personenkreises, denen eine Emigration in das rettende Ausland nicht mehr möglich war, widerfahren ist.


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Jüdische Miniaturen
Herausgeber: Hermann Simon, CENTRUM JUDAICUM
15,5 x 11,5 cm. Pro Band € 5,90 [bis 64 Seiten], € 6,90  [bis 80 Seiten], € 7,80  [bis 96 Seiten], € 9,90  [bis 128 Seiten]

Jüdische Miniaturen 54
Rebecca Schwoch
Jüdische Kassenärzte rund um die Synagoge
64 S., Br., € 5,90
3-938485-36-1
Nach bisherigen Schätzungen waren von etwa 3.600 Berliner Kassenärzten im Jahre 1933 ca. 2.000 jüdischer Herkunft. Sie wurden sukzessive ausgeschaltet. Am 30.9.1938 wurde ihnen die Approbation entzogen. Von da an durften sie sich nur noch „Krankenbehandler" nennen.



Jüdische Miniaturen 51
Julius „Juller" Hirsch (1892-1943) war einer der besten deutschen Fußballspieler vor dem 1. Weltkrieg. Mehrfacher Deutscher Meister, gehörte er zum Kader der .Deutschen Fußballnationalmannschaft und nahm an den Olympischen Spielen in Stockholm teil. Er wurde 1943 in Auschwitz ermordet.
ISBN 3-938485-33-7



Jüdische Miniaturen 52
Der Chirurg Jacques Joseph (1865-1934) war der Begründer der modernen Nasenchirurgie und einer der Wegbereiter der plastischen Gesichtschirurgie. Der zu Lebzeiten als „Nasenjoseph" zur Legende gewordene Arzt wurde in der Nazizeit verschwiegen - heute wieder gewürdigt.
ISBN 3-938485-34-5



Jüdische Miniaturen 53
Moritz, Steinschneider (1816-1907) ist der „Vater der jüdischen Bibliographie". Ab 1845 in Berlin an der Preußischen Staatsbibliothek mit der Katalogisierung großer Bibliotheksbestände beschäftigt. Er dokumentierte den Anteil der Juden an der Entwicklung der Wissenschaften.
ISBN 3-938485-35-3


Jüdische Miniaturen 55
Der Schriftsteller und Jurist Paul Mühsam (1876-1960) floh 1933 vor den Nazis nach Palästina, wo er sein großes Erinnerungsbuch „Ich bin ein Mensch gewesen" schrieb. Er war ein Wanderer zwischen den Kulturen, der auf die deutsche Sprache als Uberlebensmöqlichkeit vertraute.
ISBN 3-938485-37-X




Jüdische Miniaturen 56
Böhmen - Berlin - Bodensee: der Lebensweg des Journalisten, Schriftstellers und Sprachphilosophen Fritz Mauthner (1849-1923). Dem Berliner Tageblatt im Mosse-Verlag war er ein geachteter Theaterkritiker und Redakteur. Er war einer der Begründer der Sprachkritik der Moderne.
ISBN 3-938485-38-8



Jüdische Miniaturen 57
Iwan Bloch (1872-1922) stammt aus einer jüdischen Bauernfamilie im Oldenburgischen Delmenhorst und war ein Privatgelehrter von außerordentlichem Rang. Er gehört zu den Pionieren der Sexualforschung auf ihrem Weg von der Psychopathia sexualis zur modernen Sexualwissenschaft.
ISBN 3-938485-41-8


Jüdische Miniaturen 33

Sibylle Quack
Straßen am Denkmal ehren ihr Andenken
Cora Berliner - Gertrud Kolmar – Hannah Arendt
60 S., Br., € 5,90
ISBN 3-938485-12-4
Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas (Stelenfeld am Brandenburger Tor) wird von drei Straßen umgeben, die nach drei jüdischen Frauen benannt sind, deren Schicksale mit der Ermordung und Vertreibung unmittelbar verbunden sind.



Jüdische Miniaturen 34

Rappold, Claudia:
Charlotte Wolff
Ärztin, Psychotherapeutin, Wissenschaftlerin und Schriftstellerin.
Vorwort von Christa Wolf.
64 S. m. 11 Abb., Br.,  € 5,90
ISBN 3-938485-13-2
Charlotte Wolff (1897-1986) studierte Medizin und erlebte die spannenden 20er Jahre in Berlin. Dort arbeitete sie in der Schwangerschaftsvorsorge. 1933 musste sie auf Grund ihrer jüdischen Abstammung fliehen, erst nach Frankreich, dann nach England. Sie forschte auf dem Gebiet der psychologischen Handanalyse und später hauptsächlich in der Sexualwissenschaft, speziell forschte sie zur Psychologie der lesbischen Liebe und der Bisexualität.



Jüdische Miniaturen 35

Franke, Kurt:
Moritz Katzenstein
Bedeutender Berliner Chirurg - langjähriger Freund von Albert Einstein.
Mit 20 Abbildungen und Faksimiles.
64 S. Br., € 5,90
ISBN 3-938485-14-0
Der berühmte innovative Berliner Chirurg Moritz Katzenstein (1872-1932), langjähriger Chefarzt im Städtischen Krankenhaus im Friedrichshain,hat mit klinischen Spitzenleistungen und zahlreichen wissenschaftlichen Veröffentlichungen Medizingeschichte geschrieben. Er war ein enger Freund Albert Einsteins:"Ich aber bin dem Schicksal dankbar, dass ich diesen gütigen, unermüdlichen Mann von hoher schöpferischer Begabung zum Freunde hatte" [Albert Einstein]. Der Physik-Nobelpreisträger widmete ihm einen ausführlichen Nachruf, der im Band zitiert wird.



Jüdische Miniaturen 36

Grözinger, Elvira:
Heinrich Heine
Deutscher Dichter, bedeutender Publizist, politischer Emigrant
64 S. Kartoniert, € 5,90
ISBN 3-938485-15-9
Heinrich Heine (1797-1856), Sohn eines jüdischen Tuchhändlers, war der wichtigste Vertreter der deutschen Romantik und gilt als einer der ganz großen deutschen Dichter. Während der Nazizeit wurde er als „jüdisch entartet" diffamiert, und seine Werke wurden nicht mehr verbreitet.



Jüdische Miniaturen 37

Braun Helmuth F:.
Sigmund Freud (1856-1939)
64 S. Kartoniert, € 7,80
ISBN 3-938485-16-7
Sigmund Freud (1856-1939) ist der Begründer der Psychoanalyse. Er mußte 1938 als Jude von Wien nach London emigrieren. Freuds Lehre hat vielfachen Einfluß auf Philosophie, Literatur und Kunst.

Jüdische Miniaturen 38

Alfred Etzold:
Der Jüdische Friedhof Weißensee
Ein Berliner Kulturdenkmal
64 S. Kartoniert, € 5,90
978-3-938485-17-0
Auf diesem Friedhof schufen Architekten und bildende Künstler des ausgehenden 19. und des 20.Jahrhunderts Monumente von großem künstlerischen und historischen Wert. Der Senat von Berlin hat beschlossen, den Antrag zu stellen, den Friedhof Weißensee als schützenswertes Kulturdenkmal in die Welterbeliste der Unesco aufzunehmen. Im Buch gibt es eine Darstellung der Grabstätten bedeutender Persönlichkeiten, sowie ein ausführliches Verzeichnis der Grabmalkünstler.

Jüdische Miniaturen 39

Schoenberner Gerhard:
Joseph Wulf
Aufklärer über den NS-Staat, Gedenkstätte »Wannsee-Villa«
64 S. Kartoniert, € 5,90
ISBN 3-938485-1 8-3
Der Historiker Joseph Wulf (1912-1974) veröffentlichte als einer der ersten Wissenschaftler Dokumente über den NS-Staat und setzte sich entschieden für die Gedenk- und Bildungsstätte der Wannsee-Konferenz ein, die 1992 eröffnet wurde. Ihre Bibliothek ist nach Joseph Wulf benannt.


Jüdische Miniaturen 41

Lammel, Inge:
Alexander Beer -Baumeister der Berliner Jüdischen Gemeinde
64 S. Kartoniert, € 5,90
ISBN 3-938485-20-5
Der Architekt Alexander Beer (1873- 1944) hatte als Leiter des Bauamts der Jüdischen Gemeinde Berlin großen Anteil an der Errichtung von Synagogen sowie sozialen Einrichtungen, so der Synagoge Fraenkelufer und Prinzregentenstraße und des Jüdischen Waisenhauses Pankow.


Jüdische Miniaturen 42

Philipsen, Bernd:
Leo Kufelnizky -Künstler - Pionier in Erez Israel - Freund der Beduinen
64 S. Kartoniert, € 5,90
 3-938485-21-3
Leo Kufelnizky (1922-1947), der sich nach der Emigration nach Palästina /Erez Israel 1936 Arjeh Yechieli nannte, war ein begabter Autor, Maler und Zeichner. Er gehörte zu den zionistischen Pionieren, die die Negev-Wüste in guter Nachbarschaft mit den Beduinen besiedeln wollten.


Jüdische Miniaturen 43

Gauding, Daniela:
Siegmund Breitbart -Eisenkönig - Stärkster Mann der Welt
64 S. Kartoniert, € 5,90
 3-938485-22-1
Als Kind in ärmlichen Verhältnissen in Lodz träumte Siegmund Breitbart (1893-1925), einmal ein „groyser mentsh" zu werden. Dieses Ziel verfolgte er Anfang der 1920er Jahre als Kraftakrobat bei den Circus-Dynastien Busch und Corty-Althoff. Er galt als „Eisenkönig" und „Stärkster Mann der Welt".

Jüdische Miniaturen Bd. 18

Michael Hanisch
Billy Wilder
Von Galizien nach Beverly Hills
64 Seiten, Broschur, € 5,90
978-3-933471-72-7
Billy Wilder begann als Reporter in Wien, später als Eintänzer und Drehbuchautor in Berlin. 1933 ging er nach Amerika. In Hollywood wurde er Regisseur, er filmte mit den Stars seiner Zeit: mit Gary Cooper, Marlene Dietrich, Jack Lemmon, Shirley MacLaine, Audrey Hepburn, Marilyn Monroe u.a. Seine Filme gehören bis heute zum Repertoire der TV-Programme.
Jüdische Miniaturen Bd. 5


Michael Hanisch
Ernst Lubitsch
Von der Berliner Schönhauser Allee nach Hollywood
64 Seiten, Broschur, € 5,90
978-3-933471-54-3
In Berlin drehte Ernst Lubitsch nach seinem Engagement bei Max Reinhardt die sehr bekannt gewordenen Filme "Madame Dubarry", "Carmen", "Die Puppe" und "Anna Boleyn". In der aufstrebenden Filmmetropole Hollywood avancierte Lubitsch nach 1921 schnell zum "Groß-Regisseur" und errang mit Filmen wie "Die Ehe im Kreise", "Liebesparade", "Monte Carlo", "Die lustige Witwe", "Engel" (mit Marlene Dietrich), "Eine Stunde mit dir", "Ninotchka" (mit Greta Garbo) und besonders "Sein oder Nichtsein" Weltruhm. Als Lubitsch 1947 mitten in den Dreharbeiten zu "Die Frau im Hermelin" starb, stand ganz Hollywood an seinem Sarg; ein Rabbi sprach das Kaddisch. Der französische Regie-Kollege François Truffaut bekannte später in großer Verehrung: "Im Lubitsch-Emmentaler ist jedes Loch genial".

Jüdische Miniaturen Bd. 6

Julius H. Schoeps
Theodor Herzl
Die Utopie des Judenstaates
64 Seiten, Broschur, € 5,90
978-3-933471-55-0
Der Wiener Schriftsteller und Politiker Theodor Herzl war nach seinem Jura-Studium von 1891-1895 Korrespondent in Paris, wo ihm die Dreyfus-Affäre zum Grunderlebnis jüdischer Selbstbestimmung wurde. Er gilt als der Begründer des politischen Zionismus. Herzl schuf mit dem Ersten Zionistenkongress in Basel 1897 die Zionistische Weltorganisation. Er riss die jüdischen Massen vor allem in Osteuropa mit, wo Pogrome das Leben der Juden bedrohten. In Basel wurde als Magna Charta des jüdischen Volkes das Basler Programm verabschiedet, in dem es heißt: "Der Zionismus erstrebt für das jüdische Volk die Schaffung einer öffentlich-rechtlichen Heimstätte in Palästina".
Jüdische Miniaturen Bd. 1

Hermann Simon
Moses Mendelssohn
Gesetzestreuer Jude und deutscher Aufklärer
61 Seiten, 13 Abbildungen, Broschur, € 5,90
978-3-933471-45-1
1743 Kam der junge Moses Mendelssohn, gerade mal 14jährig, zu Fuß von Dessau nach Berlin, hier lernte er Sprachen, sammelte und schrieb Bücher und wurde der Freund von Gotthold Ephraim Lessing. Dem klugen Juden, klein und verwachsen, war die Mitgliedschaft in der Königlichen Akademie verwehrt. Sein Ruf als Gelehrter drang aber schnell über die Grenzen Preußens. Mit Moses Mendelssohn ist seit über 200 Jahren der Kampf für Toleranz und bürgerliche Gleichberechtigung verbunden.

Jüdische Miniaturen 45

Bomhoff, Hartmut G:
Abraham Geiger -Durch Wissen zum Glauben
64 S. Kartoniert, € 5,90
 3-933471-27-2
Der Rabbiner und Orientalist Abraham Geiger (1810-1874) war Vordenker des liberalen Judentums sowie Mitbegründer und Dozent der Lehranstalt und späteren Hochschule für die Wissenschaft des Judentums in Berlin. Zweisprachig deutsch/englisch

Jüdische Miniaturen 46

Wünschmann, Anita:
Helene Weigel
Wiener Jüdin - Große Mimin des epischen Theaters
64 S. Kartoniert, € 5,90
 3-938485-29-9
Die Schauspielerin und Theaterleiterin Helene Weigel (1900-1971) war an der Seite Bertolt Brechts eine außerordentliche Darstellerin mit unübertroffenen gestischen Mitteln. Ihre Herkunft alsJüdin und Österreicherin konnte und wollte sie nicht verbergen.


Jüdische Miniaturen 47

Völker, Klaus:
Fritz Kortner
Jude und Rebell gegen das privilegierte Konventionelle
64 S. Kartoniert, € 5,90
 3-938485-31-0
Der Schauspieler und Regisseur Fritz Nothan Kortner(1 832-1970) engagierte sich mit geistiger Schärfe leidenschaftlich für die politische Wahrheit und setzte nach der Emigration im Nachkriegsdeutschland den widerspruchsvollen Theaterrealismus beharrlich durch.


Jüdische Miniaturen 48

Fleisch, Sophie D.:
Alfred Hahn
Berliner Bankier, integriert - interessiert - deportiert
64 S. Kartoniert, € 5,90
 3-938485-30-2
Alfred Hahn (1873-1942), ein Deutscher, ein Berliner, ein Kunstinteressierter, ein Bankdirektor bei der Dresdner Bank mit fürsorglichstem Familiensinn. Viel Sichtbares ist von ihm allerdings nicht geblieben - außer seinem Haus am Wannsee und einem nicht auffindbaren Liebermann-Gemälde.
Jüdische Miniaturen 49


Deborah Horner
Emil Bernhard Cohn - Rabbi, Playwright And Poet
Mit einem deutschen Vorwort von Chana Schütz
64 S. Br., € 5,90
 3-938485-32-9
Emil Cohn (1881-1948) war seit 1906 Rabbiner in Berlin, verlor jedoch sein Amt wenig später wegen zionistischer Aktivitäten. 1926 kehrte er wieder nach Berlin zurück und war bis 1936 Rabbiner an der Synagoge in Grunewald. Als Emil Bernhard wurde er ein bekannter Bühnenautor. 

Jüdische Miniaturen 50

Kaufmann, Irene:
Die Hochschule für die Wissenschaft des Judentums
64 S. Kartoniert, € 5,90
 3-938485-19-1
Im Jahr 1872 wurde die Lehranstalt (ab 1922 Hochschule) für die Wissenschaft des Judentums in Berlin gegründet, die bis 1942 bestand. Hier wurden Rabbiner und Regilionswissenschaftler ausgebildet sowie die literarischen und historischen Quellen desJudentums erschlossen.
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Jüdische Miniaturen Band 25

Albert Einstein
1879-1955
120 Seiten, 29 Abbildungen € 9,80
 ISBN 3-933471-83-4
Albert Einstein (1879-1955) gehört zu den bedeutendsten
Wissenschaftlern der Geschichte und hat mit seinen
Entdeckungen die moderne Physik maßgeblich begründet.
Einstein war aber nicht nur die Zentralfigur der Physik des
20. Jahrhunderts. Sein Eintreten für Menschenrechte,
Demokratie und Frieden machen ihn überdies zu einer
Symbolfigur des modernen, gesellschaftlich engagierten
Wissenschaftlers unserer Zeit. Er war überdies ein enga-
gierter Jude. All dies trug ihm Bewunderung und Ver-
ehrung, aber auch Missgunst und Angriffe auf Person
und Werk ein, die nicht zuletzt auf Einstein als Juden und
sein Engagement für die zionistische Idee zielten.
Die Autoren:
Prof. Dr. Dieter Hoffmann
Seit 1996 Mitarbeiter des
Max-Planck-lnstituts für
Wissenschaftsgeschichte in
Berlin. Autor zahlreicher
Publikationen zur modernen
Physik- und Wissen-
schaftsgeschichte.
Prof. Dr. Robert Schulmann
Von 1989 bis 2000 Direktor
am Center for the Collected
Papers of Albert Einstein der
Boston University.
Mitherausgeber der Collected
Papers of Albert Einstein

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Jüdische Miniaturen 26

Böttcher, Norbert:
Siegfried Marcus
Bedeutender Ingenieur und vielseitiger Erfinder. Vom mecklenburgischen Malchin nach Wien.
64 S. Kartoniert, € 5,90
ISBN 3-933471-84-2
Der motorisierte Handwagen ("erster Marcus-Wagen") des vielseitigen Erfinders Siegfried Marcus (1831-1898) gilt als das erste benzinbetriebene Straßenfahrzeug der Welt. Marcus versuchte sich aber nicht nur am Automobil, sondern war auch ein hervorragender Elektrotechniker. Seine Arbeiten erstreckten sich auf die Gebiete der Chemie, der Mechanik, der Elektrotechnik und des Maschinenbaus. Der "zweite Marcus-Wagen" war weltweit das erste Kraftfahrzeug, das eine magnet-elektrische Abreißzündung aufwies.



JÜDISCHE MINIATUREN
Herausgegeben von Hermann Simon
15,5 x 11,5 cm.
Pro Band € 5,90 [bis 64 Seiten], € 6,90  [bis 80 Seiten], € 7,80  [bis 96 Seiten], € 9,90  [bis 128 Seiten]
In der Reihe Jüdische Miniaturen  erschienen:

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Weitere lieferbare Bücher des Verlages Hentrich & Hentrich:


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 Platz /Schneider
Todesurteil per Meldebogen
Ärztlicher Krankenmord im NS-Staat
64 S. Kartoniert, € 7,80
 James Israel 
Meine Reise zum Sultan
200 S., Gb., € 24,00
Körner:
Zwischen allen Stühlen
[...Geschichte des Kunstdienstes der
evangelischen Kirche in Berlin 1961-89]
240 S., Br., € 14,90
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 Gisela Niemann
Mein guter Vater
Eine Täter-Biographie
 Neuaufl.,260 S, 15 Abb., Gb., € 19,90
ISBN 3-938485-03-5
 Sina Hofmann-Ginsburg 
Eine deutsch-jüdische
Künstlerfamlie
ISBN 3-938485-04-3
198 S., Gb., € 36,00 
Jüdische Memoiren 14
Hanns Brodnitz
Kino intim
252 S., Gb., € 24,00 
 "wie jung das Kino und wie neu der Tonfilm
damals noch waren" faz [22.12.05]
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 Hochschule
für Schauspielkunst
„Ernst Busch" Berlin
Zur Geschichte der
Ausbildungspraxis 
2005/2006
ISBN 3-938485-08-6
240 S., Br., € 18,00
 Heinz Hoffmann:
Die Versöhnungstür
[Südportal des
Berliner Doms]
ISBN 3-933471-50-8
24 S., Br., € 4,80
 Jüdische Memoiren  13
Lorenz Peter Johannsen
Kinderarzt Karl Leven
ISBN 3-938485-05-1
  430 S., Gb., € 26,00
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 Jüdische Miniaturen 30
Marino Sossenberg 
Selma Stern 
Erste Frau in der Wissen-
schaft des Judentums 
ISBN 3-938485-07-8
60 S., Br., € 5,90 
 Jüdische Miniaturen 31 
Norbert Hoase:
Die Synagoge Görlitz - Ein
vergessenes Gedenkzeichen
 ISBN 3-938485-09-4 
60 S., Br., € 5,90 
Jüdische Miniaturen 32
Nils Busch-Petersen
Adolf Jandorf 
Vom Volkswarenhaus 
zum KaDeWe 
80 S., Br., € 6,90 
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Marianne Awerbuch
Erinnerungen aus einem streitbaren Leben
Von Berlin nach Palästina -Von Israel nach Berlin
Mit einer Einleitung von Jonathan Awerbuch
ca. 450 S., ca. 10 Abb., Festeinband, ca. € 26,-
ISBN 3-938485-39-6
In Berlin geboren am 20. Juni 1917, nach Palästina emigriert am 1 9. Januar 1939, drei Jahrzehnte Leben in Israel, wieder in Berlin seit dem 14. September 1966, verstorben am 5. Juni 2004 und wenige Tage später beerdigt auf dem Jüdischen Friedhof in Berlin-Weißensee. „Meine Lebenswanderung begann in Berlin und endet in Berlin", sagt Marianne Awerbuch geb. Selbiger in diesem Buch, den Erinnerungen aus ihrem Nachlaß. Marianne Awerbuch hat keine Autobiographie im klassischen Sinne hinterlassen, abgewogen und abgerundet.
Denn auch ihr Leben war es nicht. Das konnte es nicht sein als das Leben einer Jüdin im 20. Jahrhundert. Sie wächst mit dem älteren Bruder und der jüngeren Schwester behütet auf, in einer assimilierten Berliner Kaufmannsfamilie, mit großer Wohnung, Hausangestellten und Automobil. Früh rebelliert sie gegen ihre Eltern, denen Pflicht und Prestige viel bedeuten. Mit der Nazi-Diktatur wird ein Studium unmöglich. Die Träume von einem künftigen beruflichen Leben für Literatur und Wissenschaft zerbrechen. Ein junger Mensch, am Beginn eines gesicherten gesellschaftlichen Werdegangs, muß sich in allem neu orientieren, unter Bedingungen, die sich jeden Monat zum Schlechteren verändern. Aus der Bildungsbürgertochter wird eine begeisterte Zionistin. Mit dem neuen, jugendbündischen Leben löst sie sich vom Elternhaus Nach Umwegen lernt sie den Beruf der Kinderpädagogin. Die Eltern wollen selbst nach dem Judenpogrom 1938, der „Kristallnacht", die Wirklichkeif nicht sehen: „Was sollte jetzt noch kommen?" Sie werden am 4. März 1943 in Auschwitz ermordet.
Marianne und ihr Ehemann Max Awerbuch, arbeiten für die Jugend-Alija. Im letzten Moment gelingt ihnen die Ausreise. Sie bringen jüdische Kinder und Jugendliche nach Palästina. Dort leben sie, wie viele Neueinwanderer, lange ohne die notwendigen Papiere, zuerst ohne festes Einkommen, ohne feste Wohnung, ohne die Anerkennung der Alteingesessenen und, schlimmer noch, ohne etwas vom Schicksal ihrer Eltern im fernen kriegsgeschüttelten Europa zu wissen. Langsam, unter größtem Verzicht gelingt dem jungen Ehepaar die Integration in den werdenden Staat Israel. Lange Zeit kann man in Israel nicht über die Verbrechen der Nazis an den Juden reden; dies ändert sich erst mit dem Eichmann- Prozeß 1961. Davon und von anderen Besonderheiten im jungen Israel berichtet die Autorin als Augenzeugin der ersten Stunde.
Dann gelingt ihr doch noch die Erfüllung ihres Traumes: Sie darf studieren. Als bereits 53-Jährige wird sie promoviert- in Berlin, an der Freien Universität. Mit 57 Jahren kann sie sich habilitieren und lehrte als Professorin an FU und TU in Berlin. Ihr Thema ist das Verhältnis von Christentum und Judentum, von Deutschen und Juden. Aber wo sie auch lebte und lehrte — Marianne Awerbuch lebte ein streitbares Leben.




Roland Thimme
ROTE FAHNEN ÜBER POTSDAM 1933-1989
Lebenswege und Tagebücher
ca. 340 Seiten, ca. 20 Abb., Festeinband, ca. € 26,80
ISBN 3-938485-40-X
 Rote Fahnen versinnbildlichen den Einbruch der diktatorischen Systeme des „Dritten Reichs" und der SBZ/DDR in die politi- schen und gesellschaftlichen Verhältnisse. Von 1933 bis 1989 wehten sie über Potsdam und Umgebung. Das „heilige Symbol" der Nationalsozialistischen Partei war die Hakenkreuzfahne. Die Hegemonie der sowjetischen Besatzungsmacht fand unter der roten Fahne mit Hammer und Sichel statt. Die SED verwandte auf rotem Grund als Symbol zwei ineinander verschlungene Hände. In beiden diktatorischen Herrschaftsverhältnissen hatten die Machtinhaber, aber auch die Normalbürger, variable Handlungs- und Entscheidungsspielräume. Insofern trugen die jeweilige Funktionselite und der einzelne Bürger eine Verantwortung für ihr Verhalten. Die unterschiedlichen autokratischen Systeme waren auf ihre Weise verführerisch, zudem drängten sie mit Gewalt auf Anpassung. Anhand der Darstellung verschiedener Biographien werden die Probleme einer Existenz im nationalsozialistischen und realsozialistischen Staat skizziert. Eine besondere Würdigung finden die Lebenswege der rassisch und politisch Verfolgten und derjenigen, die Widerstand geleistet haben. Ein Kapitel beschäftigt sich mit dem Problem der Vergewaltigungen im Zuge des Einmarsches durch sowjetische Soldaten. Dieses Thema durfte in der DDR nicht thematisiert werden, so daß von einem „erzwungenen Gedächtnisverlust" gesprochen werden kann. Ferner wird der regionale Umgang mit dem geschichtlichen Erbe der beiden Diktaturen beschrieben. Das Buch enthält drei Potsdamer Zeitzeugenberichte, die besondere Beachtung verdienen. Das „Tagebuch 1945" von Marianne Vogt ist eine seltene autobiographische Quelle über den Beginn der sowjetischen Besatzungszeit in Potsdam-Rehbrücke. Es gibt Auskunft über die Gedanken- und Gefühlswelt einer Frau, die zur Kriegsbeute wurde. - Die Potsdamer Aufzeichnungen 1945-1949 von Ellen Gräfin Poninski zeichnen ein farbiges Bild vom Überleben in einer zerstörten Stadt und vom erzwungenen Zusammenleben mit sowjetischen Soldaten. - Schließlich geben Hans Thimmes Aufzeichnungen einen authentischen Eindruck davon, wie ein Beamter, der den Treueid auf Hitler geleistet hat, sich mit der Nazi-Herrschaft auseinandersetzte. Der Autor hat seine Kindheit und Jugend bis 1952 in Potsdam verbracht. Seine Verbindungen zur Region sind nie ganz abgerissen und haben sich nach 1989/90 wieder intensiviert.


Cornelius Bormann:
Der Adler mit der Frau im Herzen
POLEN -UNSERENACHBARN
Mit Fotos von Stephan Schröer und Maciek Walczak
520 S., Gb., € 24,80
978-3-933471-63-5
In den letzten zwei Jahrhunderten verlief die einst gute Geschichte zwischen Polen und Deutschland nur noch gegeneinander. Als Ergebnis haben sich in Polen Haltungen des Patriotismus und der Religiosität entwickelt, die in Deutschland in dieser Form unbekannt sind. Durch den Beitritt Polens zur Europäischen Union sieht der Autor eine große Chance für Deutschland, in einer deutsch-polnischen Wertegemeinschaft eine neue Kraftquelle zu finden.
C.Bormann, Journalist, war Moderator der ARD-Sendung "Tagesthemen" und Auslandskorrespondent in den USA und Polen.



Christiane Hoff
Anna und Leon
Ihre Lebensgeschichte nachgezeichnet aus Briefen, Fotos und Dokumenten
in der REIHE JÜDISCHE MEMOIREN, Band 12
Herausgegeben von Hermann Simon
355 Seiten, 10 Abbildungen, ISBN 3-938485-01-9, € 28,00
Anna und Leon, beide 1911 in Polen geboren, lernen sich als Schulkinder in Lodz ken-
nen. Während des Medizinstudiums in Zürich machen sie die Bekanntschaft mit dem
amerikanischen Architekturstudenten Hermann Field, diskutieren ganze Nächte hin-
durch, bald verbindet die drei eine tiefe Freundschaft. Nach dem Studium ist Anna
Ärztin in einer anarchistischen Einheit im Spanischen Bürgerkrieg.
Sommer 1939, Hermann Field verhilft in Krakow politisch Verfolgten aus der
Tschechoslowakei zur Flucht nach England. Am 8. September wird Lodz von der deut-
schen Wehrmacht besetzt. Um als polnische jüdische Kommunistin dem sicheren Tod zu
entgehen, flieht Anna mit ihrem Mann auf sowjetisches Territorium. Nach dem Überfall
auf die Sowjetunion schließt Leon sich der Roten Armee an, für Anna beginnt eine
Odyssee über Lemberg ins Ghetto nach Radom. Sie wagt sich durch die Frontlinie zur
Roten Armee, aber als deutschsprechende Jüdin und polnische Kommunistin gilt sie als
Spionin. Beide erleben den 8. Mai 1945 als Angehörige der II. polnischen Armee  in
Dresden. Es folgte die Rückkehr in die befreite Heimat und intensive Arbeit als Ärzte.
Sie werden im Sommer 1949 von der stalinistisch gesteuerten polnischen Geheimpolizei
verhaftet. Mit ihnen werden weitere sog. »Fieldisten« und »Trotzkisten« der Zusammen-
arbeit mit dem amerikanischen Geheimdienst bezichtigt. Anna wird nach Stalins Tod
1953 aus dem Gefängnis entlassen.
Erst danach erfährt sie vom Tod Leons im Gefängnis 1952 und daß auch
Hermann Field in Polen und dessen Bruder Noel in Budapest inhaftiert waren.
Über die Zeit der Haft und des Krieges werden Anna und Hermann Field Jahre später,
1984, über zehn Stunden lang miteinander sprechen und ihre Erinnerungen auf Band
aufnehmen.



Niemann, Beate:
Mein guter Vater.
Mein Leben mit seiner Vergangenheit.
Eine Täter-Biographie.
223 S.,  15 Abb., Gb., € 19,90
"Ein Jahr nach der Wende stellte ich den Antrag auf Rehabilitierung meines Vaters. Mein Vater Bruno Sattler, 1947 aus Westberlin von sowjetischen Soldaten nach Ostberlin verschleppt, war 1972 in einem DDR-Gefängnis gestorben - nach 25 Jahren Haft. Jahrelang habe ich mich um seine Freilassung bemüht. 1997 wurde meinem Antrag auf Akteneinsicht bei der Gauck-Behörde stattgegeben. Sehr schnell merkte ich, wie wenig ich tatsächlich über meinen Vater wusste, und begann mit der gründlichen Erforschung seines Lebens. Mein Vater war ein Massenmörder im Dienst seiner Weltanschauung; diesen Tatsachen konnte ich nicht mehr ausweichen." Bruno Sattler war u.a. an dem Gaswageneinsatz 1942 in Belgrad beteiligt, bei dem ca 8000 Menschen ermordet wurden.


Magrit Delius
Gisela Jacobius
...sind wir am 9. Januar 1943
in den Untergrund gegangen"
Herausgegeben von Hermann Simon in der REIHE JÜDISCHE MEMOIREN, Band 10
168 Seiten, 15 Abbildungen, € 24,00
ISBN 3-933471-88-5,
Gisela Jacobius, geboren 1923 in einem jüdischen Elternhaus in Berlin, erzählt auf behut-
sames Befragen durch die Autorin, sich zur Erinnerung zwingend, ihre Lebensgeschichte
als Schulmädchen in Nazideutschland, als Zwangsarbeiterin und schließlich als „U-Boot"
- als Illegale und Untergetauchte, in der Gefahr, bei jedem Schritt erkannt und unwei-
gerlich deportiert zu werden.
Dem jungen Mädchen Gisela helfen verschiedene Menschen. Eine Arztin legt ihr zur
Tarnung einen Verband am Arm an. Unterschlupf auf dem Land, in bombenbeschädig-
ten Wohnungen in Berlin und schließlich im Kellergewölbe der Schwedischen Kirche
werden beschafft.
Nach dem Krieg verschlägt es sie, die eigentlich mit ihren Eltern nach Schweden sollte,
in die Sowjetunion, wo neue, andere Repressionen beginnen. Nach verschiedenen
Lagerstationen sieht sie im August 1946 ihre Heimatstadt Berlin wieder.
Auswanderungspläne nach Übersee werden geschmiedet. Gisela beginnt mit ihrem
Lebensgefährten ein neues Leben in Israel.
Schließlich kehren sie nach Berlin zurück und heiraten 1954. Seit dieser Zeit lebt Gisela
Jacobius in Berlin.
Ihre Prägungen in der bedrohten Kindheit und Jugend, die vielen Stationen ihres beweg-
ten Lebens und besonders die Erfahrungen der Ausgrenzung und Verfolgung haben ihr
Dasein bis ins Alter bestimmt.
Leben ist hier schmerzliches und schwieriges Erinnern.





Heinz Hoffmann:
Die Versöhnungstür
[Südportal des Berliner Doms]
ca.24 S., Br., € 4,80
ISBN 3-933471-50-8
Die 1905 vollendete „Oberpfarr- und Domkirche zu Berlin” ist ein Paradestück wilhelminischer Pracht und Herrlichkeit. Aufwändig rekonstruiert, kündet der im Zweiten Weltkrieg zerbombte und 1993 wieder eingeweihte Berliner Dom vom imperialen Machtanspruch und stilistischen Mischmasch einer Epoche, die im Elend des Ersten Weltkriegs versank. Im Inneren dieses Bauwerks erinnert nichts mehr an die Folgen schlimmer Verfehlungen deutscher Geschichte, hingegen alles an das machtvolle Bündnis von kaiserlichem Thron und Altar. Nichts stört das selige Vergessen der zahllosen Untaten und Verbrechen, die unter Berufung auf Gott und Gottes Willen geplant und ausgeführt wurden. Wie selbstverständlich behauptet der Dom heute erneut seinen Platz als gotteshäusliche Immobilie einer Personalgemeinde sowie als blendende Kulisse und vielbegehrter Erscheinungs- und Auftrittsort kirchlicher und staatlicher Mandats- und Würdenträger. Was das nostalgische Erinnern allenfalls stört, stört draußen: die zu DDR-Zeiten vom damaligen Kunstdienst-Leiter Heinz Hoffmann gegen starken innerkirchlichen Widerstand erstrittene bronzene „Versöhnungstür” des 1930 geborenen Berliner Bildhauers Siegfried Krepp. Seit 1992 bietet sie am Südportal des Berliner Doms dem gehabten Palast der Republik, der auf Grundfesten des geschleiften Schlosses ruht, bildstark Paroli. Dieser häufig übersehenen und bislang in keinem Berliner Stadtführer angemessen erwähnten Tür gilt das vorliegende dritte Heft der Reihe „Kunstdienst Libelli”, das im Jahr des hundertsten Domjubiläums - Anno Domini 2005 - erscheint.- Pfarrer Dr. Heinz Hoffmann, 1935 im erzgebirgischen Gorndorf geboren, hat über seine aktive Amtszeit hinaus in anregender und Vertrauen stiftender Weise dafür gesorgt, dass die Stimme der bildenden Kunst im kirchlichen Raum nicht vom theologischen Selbstgespräch übertönt, instrumentalisiert und an den Rand gedrängt wird. Groß ist die Zahl der KünstlerInnen, denen er als Leiter des Kunstdienstes der Evangelischen Kirche von 1974 bis 1995 zu öffentlicher Beachtung und manchem Auftrag verhalf, gegen alle DDR-staatliche Bevormundung und jene ihr freimütig nachfolgende kulturpolitische Ignoranz und Beliebigkeit. Hoffmanns publizistisches Wirken umfasst, neben Aufsätzen zur Theologie und Hymnologie, vorwiegend monografische Beiträge zur Kunst der Gegenwart. Die von ihm herausgegebenen Bände „Dialog mit der Bibel” (1984) und „Werk deiner Hände” (1990) versammelten malerische und bildnerische Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern aus der DDR unter dem Aspekt aktueller Verbindlichkeit biblischer Geschichten und Aussagen. Seit seiner Emeritierung gelten seine intensive Beratung und Begleitung der als „Kirche am Weg” wiederbelebten einstigen Patronatskirche im brandenburgischen Dannenwalde.



Bercovici, Israil:
Wie der Onkel Avrom Brot gegessen hat
Aus dem Jiddischen nachgedichtet von Jürgen Rennert. Mit 10 Bildern von Hannelore Teutsch.
16,2 x 16,2 cm. 24 S. Br., € 7,90
ISBN 3-933471-51-6
Israil Bercovici, am 20. Dezember 1921 im rumänischen Botoschan geboren und am 15. Februar 1988 in Bukarest gestorben, hat die jiddische Literatur und das jiddische Theater bleibend bereichert. In diesem Büchlein ist sein Onkel Avrom von dem Bedürfnis beseelt, die lebenswichtigen Dinge des Alltags nicht alltäglich werden zu lassen. Beigefügt ist der Text in Jiddisch, gedruckt in hebräischen Lettern.


"Bis der Krieg uns lehrt, was der Frieden bedeutet"
Das Ehrenfeld f.d.jüdischen Gefallenen d.1.Weltkrieges
a.d.Friedhof d.Berliner Jüdischen Gemeinde,
300 S.,Gb., € 24,00




Hachschara - Vorbereitung auf Palästina
€ 28,-
Hachschara ist das hebräische Wort für Ausbildung, für Vorbereitung - vor allem mit hoffnungsvollem Blick auf Palästina gerichtet. Das Buch ist Erinnerung an die in Deutschland fast in Vergessenheit geratene Geschichte der Hachschara in den Jahren 1936 bis 1941, initiiert und durchgeführt vom jüdischen Jugendbund "Makkabi Hazair". Es ist die Geschichte einer schmerzvollen Hoffnung jüdischer Mädchen und Jungen auf ein Überleben - vor der herannahenden Shoa. Und daneben handelt das Buch von der Vorbereitungszeit in dem Flecken Ahrensdorf bei Trebbin, mitten in der Mark Brandenburg, der die Alija, also die Auswanderung nach Israel, bzw. Heimkehr ins Land der Vorfahren, folgte.


Christoph Hamann
Die Mühsams
Geschichte einer Familie
in der REIHE JÜDISCHE MEMOIREN, Band 11
Herausgegeben von Hermann Simon
279 Seiten, 46 Abbildungen, ISBN 3-938485-00-0, € 28,00
Das Buch über die Mühsams spannt einen Bogen vom ausgehenden 18. bis zum Ende
des 20. Jahrhunderts. Dabei wird die Familiengeschichte immer im Kontext der Gesell-
schafts- und Zeitgeschichte interpretiert. An ihrem Beispiel wird deutlich, was die
deutsch-jüdische Geschichte in den letzten zwei Jahrhunderten charakterisierte.
Christoph Hamann erläutert, wie der Gründungsmythos um eine Heldentat des Ahn-
herrn Pinkus Pappenheim zu Friedrichs II. Zeiten im 19. Jahrhundert den Anspruch der
Mühsams als jüdischer Familie auf bürgerliche und staatsrechtliche Gleichstellung in
Deutschland historisch legitimieren soll. Anhand von gesammelten Einzeldaten von ver-
schiedenen Familienmitgliedern aus dem 19. Jahrhundert entwickelt er eine Kollektiv-
biographie, die von Verbürgerlichung, Akademisierung und Verstädterung gekennzeich-
net ist.
Acht ausführlich beschriebene Lebenswege aus der großen Familie Mühsam zeigen aber,
wie trügerisch letztlich dieser Erfolg war. Auf Emanzipation und Integration folgten nach
1933 Exil, Deportation und Tod.
Die Abstammung der Mühsams wird in Stammbäumen genealogisch dargestellt.
Die Biographien von Erich Mühsam und seiner Frau Zenzi können nun eingebettet wer-
den in die bislang weitgehend unbekannte Familiengeschichte.


Fotos: Jüdische Reformgemeinde zu Berlin [1925 und 1953]
Ladwig-Winters, Simone:
Freiheit und Bindung
Zur Geschichte der Jüdischen Reformgemeinde zu Berlin von den Anfängen bis zu ihrem Ende 1939
Mit 35 Abbildungen.
Die Jüdische Reformgemeinde zu Berlin entwickelte ab 1845 einen modernisierten, weitgehend deutschen Ritus, mit dem sie sich von zahlreichen der überlieferten Glaubensgesetze abwendete. Die so eingeleitete Erneuerung beruhte auf den zentralen Inhalten der jüdischen Religion und entsprach dem Bedürfnis der in Deutschland lebenden Juden nach Innerlichkeit und Wahrhaftigkeit. In der vorliegenden Arbeit wird erstmalig die Geschichte der Reformgemeinde geschildert.



Sachs: [preuß.Oberhofbauamt]
ICH BÜSSE FÜR MEIN LEBEN
160 S., Gb., € 24,00



He, Jianping: Before 30 [Plakate], € 40,-


Dankwart Paul Zeller
Abschied von Hiob
Ein ausgefallenes Wiedersehen in der Galerie Kneipe
Geleitwort von Walter Jens
230 S., Br., € 16,80
3-938485-45-0
»Vater, warum geht es den Juden so schlecht?«, fragt Johannes, der mit 14 Jahren das Novemberpogrom erlebt. Später muss er in den Krieg und in eine vierjährige russische Gefangenschaft. Im Ostberliner Scheunenviertel, in einer »Künstlerkneipe« - unweit der Berliner Synagoge -, wo der 75-Jährige verabredet ist, werden beim Warten die Bilder aus der Erinnerung wach: Hitlerzeit, Judenverfolgung, Soldatenleben und -sterben, Stalins Lager, Neubeginn... Umkehr vom Schlachtfeld zur Utopie des Friedens, von den HJ-Liedern hin zum Klang der Bergpredigt.





Walter Ding, Xiaosheng Xing und Walter Schurian.
Ding, Walter: Gemälde / Painting
[Text in deutsch, englisch und chinesisch. Mit zahlreichen Farbtafeln.]
119 S. Kt.                      ISBN 3-938485-02-7                            €  30,00
Walter Ding wurde 1941 in der damaligen portugiesischen Kolonie Macao
geboren. Er studierte in China und Hamburg und war zeitweilig Assistent von
Rudolf Hausner, Wien. "Trotz aller westlichen Einfluesse ist er nicht zum reinen
westlichen Maler geworden. Die Urquellen der kuenstlerischen Inspiration von
Walter Ding liegt im taoistischen Gedankengut verankert."


JÜDISCHE MINIATUREN     Band  22

Simon, Heinrich:
Jüdische Feiertage
Ausgabe in russischer Sprache
61 S., Br., € 5,90
978-3-933471-77-2
Eine Einführung in die jüdischen Fest- und Gedenktage für russische Zuwanderer

JÜDISCHE MINIATUREN     Band  27

Simon, Heinrich:
Leben im Judentum.
Ausgabe in russischer Sprache
61 S., Br., € 5,90
978-3-933471-85-7


Klapheck, Elisa:
Fräulein Rabbiner Jonas.
Kann die Frau das rabbinische Amt bekleiden? Vorwort von Hermann Simon. 2. korrigierte Auflage. Teetz. Hentrich & Hentrich 2000. 325 S. Pappeinband. Mit 10 Abbildungen.   = Jüdische Memoiren; Sonderband.       €   20,-
Regina Jonas war die erste Rabbinerin der Welt. Sie studierte an der Berliner Hochschule für die Wissenschaft des Judentums und wurde im
Dezember 1935 ordiniert. 1942 wurde sie nach Theresienstadt deportiert und zwei Jahre später in Auschwitz ermordet. In ihrer hier erstmals
veröffentlichten und ausführlich kommentierten Streitschrift weist sie auf neue Möglichkeiten für die Gleichberechtigung der jüdischen Frau hin.
Klapheck, Elisa (Hrg.): Fräulein Rabbiner Jonas. Kann die Frau das rabbinische Amt bekleiden? (Mit einem Vorwort von Hermann Simon; mit
Abbildungen.) 1.Aufl. Teetz. Hentrich & Hentrich 1999. 8vo. 325 S. OPb. Neuwertiges Exemplar. = Jüdische Memoiren, Herausgegeben von
hermann Simon, Direktor der Stiftung "Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum".                                                                 €    10,00


Auerbach, Berthold -  Schuder, Rosemarie:
Deutsches Stiefmutterland.
Wege zu Berthold Auerbach. Mit 48 Abbildungen. Nachwort von
Thomas Scheuffelen. 1.Auflage. Teetz. Hentrich & Hentrich 2003. 492 S. OPb. = Jüdische Memoiren 9., € 28,00
Die Wege zu Berthold Auerbach (1812-1882), einem der populärsten Schriftsteller seiner Zeit, führen in den geistigen Kosmos dieses
aufregenden und an Berühmtheiten wie Absonderlichkeiten reichen 19. Jahrhunderts. Mit ihm durchmisst die Autorin Rosemarie Schuder,
Verfasserin zahlreicher historischer Romane, den "Menschenwald" eines unruhig suchenden Geistes, der seine idyllische schwarzwälder Heimat
mit den Brennpunkten der geistigen und politischen Auseinandersetzungen zu verbinden wußte. Der Einfluß der unguten Antisemitismus-Debatte
im Reichstag auf Auerbach wird anschaulich dargestellt.



Jüdische Memoiren 5

Martin Riesenburger
Das Licht verlöschte nicht
Ein Zeugnis aus der Nacht des Faschismus
Erinnerungen an ein Berliner Rabbinerleben
Herausgegeben und mit Beiträgen von Andreas Nachama und Hermann Simon.
165 S., 12 Abb., Gb.,  € 14,95
978-3-933471-21-5
Martin Riesenburger (1896-1965) war von Mitte der 30er Jahre an einer der wichtigsten Prediger in den Berliner Synagogen. Auch in den
schwersten Jahren der Verfolgung wirkte er als Seelsorger auf dem Jüdischen Friedhof Weißensee. Nach der Befreiung Berlins hielt er den
ersten Gottesdienst und verließ seine Position im Ostteil der Stadt auch nicht in den Jahren der Teilung. Sein Rabbinerleben wird durch die
Herausgeber, die ihm nahestanden, ausführlich gewürdigt. Neben Riesenburgers Autobiographie sind viele seiner Predigten wiedergegeben,
etliche davon in Erstdruck.


Stegemann, Wolfgang
Fürstenberg / Havel - Ravensbrück.
Streifzüge durch die Kulturgeschichte einer Region zwischen Brandenburg und Mecklenburg
Band 1: Von den Anfängen bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts
404 S., Gb., € 18,00
978-3-933471-13-0


Fürstenberg / Havel - Ravensbrück.
Beiträge zur Kulturgeschichte einer Region zwischen Brandenburg und Mecklenburg
Band 2: Wechselnde Machtverhältnisse im 20. Jahrhundert,
[Das Frauen-KZ]
566 S., Gb., € 23,00
978-3-933471-42-0




Erika Herzfeld
Juden in Brandenburg-Peußen
Beiträge zu ihrer Geschichte im 17. und 18. Jahrhundert.
Herausgegeben von Irene Diekmann und Hermann Simon.
202 S., 51 Abb., Br.,€ 15,-
978-3-933471-22-2




Arnold Paucker über Centralverein, Widerstand und Exil in London
Deutsche Juden im Kampf um Recht und Freiheit.
XXII, 403 S., Br., € 28,00

Wendland, Sigurd:
Akte und Porträts. Atelier im Meisenbachhaus.
52 farbige Bilder nach Porträts von Wendland. 1.Aufl. Teetz. Hentrich & Hentrich 1998. 64 S. Pappeinband.           €  12,40
Dargestellt sind Bruno Ganz, Wiglaf Droste, Marianne Enzensberger, Jürgen Kuttner, Christoph Hein, R.Roccigiani, Wolfgang Neuss, Käthe Reichel u.a.


Völker, Klaus: Hans Lietzau.
Schauspieler, Regisseur, Intendant. Mit 316 Abbildungen.
440 S. Pappeinband. mit Schutzumschlag., € 19,90


Burg, Meno: Geschichte meines Dienstlebens.
Erinnerungen eines jüdischen Majors der preußischen Armee. Erweiterter Neudruck der Ausgabe von 1916. Mit 18 Abbildungen.
240 S. Pappeinband. mit Schutzumschlag. = Jüdische Memoiren 1.  € 19,-


Teitel, Jacob: Aus meiner Lebensarbeit.
Erinnerungen eines jüdischen Richters im alten Rußland. Mit 18 Abbildungen. Teetz. Hentrich & Hentrich 1999. 344 S. Pappband. mit Schutzumschlag. = Jüdische Memoiren 2.     € 19,-


Die vielen Morde...  Dem Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus. Mit 125 Abbildungen.
208 S. Kartoniert.           €  12,40
Über die häufig vergessenen Opfergruppen der Nazis, wie Homosexuelle, Zigeuner, Bibelforscher, unangepasste Jugendliche etc.


Hochmuth, Ursel: Illegale KPD und Bewegung "Freies Deutschland" in Berlin und Brandenburg 1942-1945.  Biographien und Zeugnisse aus der Widerstandsorganisation um Saefkow, Jacob und Bästlein.
Mit 217 Abbildungen. 574 S. Kartoniert.  € 20,-


Feest, Claudia (Hrg.): Tanzfabrik. Ein Berliner Modell im zeitgenössischen Tanz 1978-1998. Mit 150 Fotos.
164 S. Papeinband.          €  29,-



Simon, Hermann:
Das Berliner Jüdische Museum in der Oranienburger Straße.
Geschichte einer zerstörten Kulturstätte.
Mit 52 Abbildunge, z.T. in Farbe. 185 S. Pappeinband.        €  19,-




Marum-Lunau, Elisabeth: Auf der Flucht in Frankreich. "Boches ici, Juifs là-bas". Der Briefwechsel einer deutschen Familie im Exil 1939-1942. Herausgegeben von Jacques Grandjonc. Mit 64 Abbildungen.
 297 S. Pappeinband. €  22,-




Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch" Berlin
Zur Geschichte der Ausbildungspraxis 2005/2006
240 S., Br., € 18,00


=z.Zt.Vergriffen=
Exil Shanghai 1938-1947
Jüdisches Leben in der Emigration
Hrg: Armbrüster /Kohlstruck /Mühlberger
272 S., + CD-ROM, € 44,00
978-3-933471-19-2
Auf der CD-ROM sind u.a. 14794 Ausländer aufgeführt, die in Shanghai 1944 registriert sind.
Mit vielen weiteren Dokumenten und Suchfunktionen

Schwarz, Karl: Jüdische Kunst - Jüdische Künstler. Erinnerungen des ersten Direktors des Berliner Jüdischen Museums. Herausgegeben von Chana C. Schütz und Hermann Simon. Mit vielen, z.T. farbigen Abbildungen und Künstlerbiographien. 1.Aufl. Teetz. Hentrich & Hentrich 2001. 309 S. Pappeinband. = Jüdische Memoiren 4.          €  24,-
Über Lesser Ury, Joseph Oppenheimer, Max Liebermann, Ludwig Meidner u.a.


Kunzendorf, Gottfried; Richter, Manfred (Hrg): Bornstedt, Friedhof, Kirche. Märkischer Gedenkort preußischer Geschichte und des Widerstands. Mit ca 60 Abbildungen. Erweiterte und überarbeitete Neuauflage. Teetz. Hentrich & Hentrich 2001. 235 S. Kartoniert.    €  15,-




Hamann, Christoph: Demokratie in Berlin. Orte, Ereignisse, Wendepunkte 1918-2000. Mit 29 Abbildungen. 1.Aufl. Teetz. Hentrich & Hentrich 2001. 110 S. Kartoniert.  € 10,-

Adler, Elchanan Nathan: Von Ghetto zu Ghetto. Reisen und Beobachtungen.  Teetz. Hentrich & Hentrich 2001. XIV, 240 S. Kartoniert. = Jüdische Memoiren 6.      €  20,-
Nachdruck der 1909 erschienenen deutschen Ausgabe. Der englische wissenschaftliche Reisende E.N.Adler schreibt über die ganze Welt der jüdischen Diaspora: Ägypten, Palästina, Marokko, Algerien, Tunis, Tripolis, Persien, Zentralasien, Aleppo, Spanien, Portugal, Rußland, Nord- und Südamerika, Westindien, Indien und Aden. Mit 60 Abbildungen. Nachwort und Erläuterungen von Joachim Schlör. Vorwort von Hermann Simon.




Jochheim, Gernot: Frauenprotest in der Rosenstrasse Berlin 1943. Berichte, Dokumente, Hintergründe. Mit 40 Abbildungen. Erweiterte Neuausgabe. Teetz. Hentrich & Hentrich 2002. Gr-8vo. 223 S. Kartoniert. € 20,-


Pintzka, Wolfgang: Von Sibirien in die Synagoge.
Erinnerungen aus zwei Welten. 1.Aufl. Teetz. Hentrich & Hentrich 2002. 340 S. Pappeinband. = Juedische Memoiren 8. € 22,50
Wolfgang Pintzka, geboren 1928, wurde im Sommer 1945 mit weiteren Gymnasiasten in Zwickau von den Sowjets der Zugehörigkeit zum "Werwolf" bezichtigt und nach Gefängnishaft in Bautzen zu fünf Jahren Zwangsarbeit verurteilt, die er im sibirischen Kohlebergbau ableistete. Nach der Entlassung holte er sein Abitur nach und studierte am Theaterinstitut Weimar / Leipzig. Als Mitarbeiter und Regieassistent am Berliner Ensemble wurde er Schüler von Erich Engel und enger Mitarbeiter von Helene Weigel. Ab 1966 Regiearbeiten an Theatern in Finnland, Island und Norwegen sowie Dozenturen an Theaterinstituten. Er ließ sich in Oslo nieder und gründete eine Familie. Dort fand er den Weg zurück zu seinen jüdischen Wurzeln.


Hank, Sabine; Simon, Hermann: Feldpostbriefe jüdischer Soldaten 1914-1918. Briefe ehemaliger Zöglinge an Sigmund Feist, Direktor des Reichenheimschen Waisenhauses der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. 2 Bände. Gemeinsam herausgegeben von der Stiftung "Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum" und dem Militärgeschichtlichen Forschungsamt Potsdam. Mit 66 Abbildungen. Teetz. Hentrich & Hentrich 2002. 735 S. Pappeinbände. = Jüdische Memoiren, Sonderband. 2 Bände zusammen:      €  48,60
Während des Ersten Weltkrieges erhielt der Direktor des Reichenheimschen Waisenhauses, einer Einrichtung der Berliner Jüdischen Gemeinde, 754 Feldpostsendungen. Die meisten stammen von ehemaligen Zöglingen, die als Soldaten in der deutschen und in der Österreichisch-ungarischen Armee dienten. Diese Schreiben bezeugen den selbstverständlichen Patriotismus ihrer Verfasser, zugleich aber auch die wachsende Kritik am Krieg. In ihrem Einsatz haben sich die jüdischen Soldaten durch nichts von ihren nichtjüdischen Kameraden unterschieden. So sind von annähernd 100.000 deutschen jüdischen Kriegsteilnehmern bis 1918 etwa 12.000 gefallen. Völkische Kreise wollten diesen Einsatz nicht wahrhaben, was schließlich 1916 zu der berüchtigten "Judenzählung" führte. Indem die vorliegende Sammlung den Dienst jüdischer Soldaten dokumentiert, setzt sie die gegen antisemitische Anfeindungen gerichtete Aufklärungsarbeit jüdischer Verbände fort.



Hamann, Christoph: Bilderwelten und Weltbilder. Fotos, die Geschichte(n) machten. Herausgegeben vom Berliner Landesinstitut für Schule und Medien. Mit 50 Abbildungen. 1.Aufl. Teetz. Hentrich & Hentrich 2002. 4to. 128 S. Kartoniert. € 15,50
In der visuell geprägten Gesellschaft sieht sich die traditionelle Vorherrschaft der Schrift in Frage gestellt. Das Produzieren und Konsumieren von Bildern, sei es als Foto oder als Film, sind wesentliche Bestandteile der modernen Informationsgesellschaft. Bilder besetzen unsere Köpfe. Wie die Medienberichterstattung über den Vietnamkrieg zeigte, können Bilder helfen, Kriege zu beenden. Auch der Streit um die Wehrmachtsausstellung belegt den Einfluss der Fotografie. Wissenschaftlich unumstrittene Verbrechen wurden erst zum öffentlichen Skandal, als diese durch Fotos dokumentiert wurden. Einen Höhepunkterreichte diese Diskussion, als Kritiker belegen konnten, daß manche Fotos nicht das zeigten, was sie vorgaben. Das Buch beschäftigt sich mit den Fragen: Was dokumentieren Dokumentarfotos? Kann man Fotos im Zeitalter der Digitalisierung noch trauen? Welche Geschichten stehen hinter berühmten Fotos? Wie können Fotos gelesen werden?



 Lullies, Eckard: Briefe aus der Petzingerschen Verwandtschaft. Alltag in Ostpreußen und Berlin. Briefe 1887-1918 und 1942-1949. Mit 98 Abbildungen. 1.Aufl. Teetz.Hentrich & Hentrich 2002. 4to. XLVIII, 383 S. Kartoniert.           €  24,50
Die hier vorgelegte Korrespondenz einer ostpreußischen Großfamilie trägt durchaus privaten Charakter. Gleichwohl eröffnet sich auch der Blick auf die gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse in zwei kurzen Zeitabschnitten der deutschen Geschichte, die die nach dem Ersten bzw. Zweiten Weltkrieg oder noch später Geborenen im Allgemeinen nur aus Lehrmaterial oder anderen Medien kennen. Es wird das farbige Bild des privaten Lebens eines mittelständischen, religiös geprägten oder politischen Tagesgeschehen verhältnismäßig distanziert gegenüberstehenden Familienkreises konturiert, das wissenschaftliche Darstellungen der behandelten Zeiträume ergänzt. Das Register enthält über 1200 Orts- und Personennamen, hauptsächlich aus Ostpreußen.


Poeschel, Thomas: Abraxas.
Höllen-Spectaculum. Ein zeitgeschichtliches Libretto des deutschen Nationalmythos von Heinrich Heine bis Werner Egk. Geleitwort von Dirk Scheper. Mit 94 Abbildungen. 1.Auflage. Teetz. Hentrich & Hentrich 2002. 27,9 x 20,9 cm. 416 S. Kartoniert.
ISBN 3-933471-20-6. € 49,-
Sechster Juni 1948 -Welturaufführung von ABRAXAS, Faust-Ballett von Werner Egk (1901-1983) frei nach dem Tanzpoem „Der Doktor Faust“ von Heinrich Heine, in der sensationellen Choreographie von Marcel Luipart (1912 -1989). Nach sechs von Publikum und Presse begeistert aufgenommenen Vorstellungen im Münchner Prinzregenttheater, wurde Abraxas durch das Bayerische Kultusministerium erst klammheimlich vom Spielplan abgesetzt, nach Bekanntwerden des ministeriellen Eingriffs offiziell verboten. „Die Geburtsstunde des neuen deutschen Balletts“ (Horst Koegler) markiert zugleich den ersten kulturpolitischen Skandal der im Entstehen begriffenen Bundesrepublik Deutschland.
In diesem theateranthropologischen Kontext wird die Frage nach den signifikantenVerwerfungen, Umdeutungen und Verfälschungen in der Geschichte von Heinrich Heines „Doktor Faust“, dem vertanzten deutschen Nationalmythos, gestellt.
Die grundlegende Fragestellung dieses Buches betrifft das Verhältnis von Kunst und Politik, Kunst und Macht - vor, während und nach der Schreckensherrschaft desNationalsozialismus.


Lammel, Inge: Arbeiterlied, Arbeitergesang.
Hundert Jahre Arbeitermusikkultur in Deutschland. Aufsätze und Vorträge aus vierzig Jahren, 1959-1998. Geleitwort von Günter Benser. Mit 47 Abbildungen. 1.Aufl. Teetz. Hentrich & Hentrich 2002. 319 S. Kartoniert.
ISBN 3-933471-35-4   Ladenpreis 24,- €
Dieser Sammelband soll an die in Vergessenheit geratene Zeit des Arbeiterliedes erinnern. Die volksmusikalische Betätigung von Arbeitern entsprang dem Bedürfnis, zielgerichtet Belange und Forderungen der Arbeiterbewegung verschiedener weltanschaulicher Richtungen und Interessen zum Ausdruck zu bringen. Untersuchungen zu diesem Gebiet der Alltagskultur sind heute kaum bekannt und werden wissenschaftlich selten erforscht. Inge Lammel leitete über 30 Jahre das Arbeiterliedarchiv an der Akademie der Künste der DDR.


Pappenheim, Bertha: Gebete / Prayers.
Herausgegeben von Elisa Klapheck und Lara Dämmig. Mit einem Nachwort von Margarete Susman
Zweisprachige Ausgabe in Deutsch und Englisch. Ausfuehrlich erlaeutert und kommentiert.
70 S. Oktav, € 14,00
Mit 2 Abbildungen und 4 Faksimiles. Die "Gebete" sind bereits dreimal erschienen - jedesmal unter anderen historischen Bedingungen: 1936 -
1946 - 1954. Die drei Erscheinungsdaten beschreiben die Exilgeschichte der juedischen Frauenbewegung Deutschlands. 1936, kurz nach Bertha
Pappenheims Tod, waren sie letztmaliges Zeugnis einer grossen, das Judentum mitpraegenden Persoenlichkeit. Ihre Mitarbeiterinnen, die
fluechten konnten, nahmen ihre "Gebete" mit ins Exil. 1946 wurden sie in New York neu verlegt: in Deutsch mit englischer Uebersetzung. Dort
setzten sie einen deutschen Kontrapunkt in der juedischen Frauenbewegung Amerikas. Die wenigen Frauen, die nach der Shoa zurueckkehrten,
brachten die "Gebete" wieder mit zurueck, wo sie zu Zeiten des Wiederaufbaus, 1954, neu erschienen. Die beiden Herausgeberinnen sind
Begründerinnen der juedischen Fraueninitiative "Bet Debora", die sich mit europaweiten Rabbinerinnentagungen fuer die Erneuerung des
Judentums einsetzt. Das Buch enthaelt neben einer ausfuehrlichen Einleitung und Kommentierung durch die Herausgeberinnen ein Essay von
Noemi Stazewski, Leiterin der Bertha Pappenheim Gedenkstaette.



Obschernitzki, Doris (Hrg.): Frankreichs deutsche Emigranten.
Texte von und Erinnerungen an Jacques Grandjonc (1933-2000). 1.Aufl. Teetz.
Hentrich & Hentrich 2003. Gr-8vo. 289 S. OKt. 28,00
Mit 31 Abbildungen und Bibliographie der Veröffentlichungen von J.Grandjonc. Beiträge von W.Seidel-Höppner, Claudine Delphis,
A.Fischer-Marum u.a. Der Historiker Grandjonc verfasste grundlegende Arbeiten zur Periode 1840-1848 und den deutschen Flüchtlingen in
Frankreich in dieser Zeit sowie zu Karl Marx, er war Herausgeber des Briefwechsels der Familie Marum-Lunau und Initiator der Forschungen
zum Lager Les Milles im 2.Weltkrieg. Der Band enthält u.a. unveröffentlichte Texte Grandjoncs aus dem Nachlass.
Obschernitzki, Doris: Letzte Hoffnung - Ausreise.  Die Ziegelei von Les Milles 1939-1942. Vom Lager für unerwünschte Ausländer zum
Deportationszentrum. Mit ca 100 Abbn. 1.Aufl. Teetz. Hentrich & Hentrich 1999. Gr-8vo. 456 S. OPb.€  25,00


Obschernitzki, Doris: Letzte Hoffnung Ausreise.
 Die Ziegelei von Les Milles 1939-1942. Vom Lager für unerwünschte Ausländer zum Deportationszentrum. Mit rund 100 Abbildungen. 1.Aufl. Teetz. Hentrich & Hentrich 1999. 456 S. Pappeinband.  € 25,-




In Tyrannos [Reprint] € 28,00


Link: http://www.cjudaicum.de
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